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Dreischichtiger Aufbau
Poröser Absorberkern, akustisch offene Bespannung, Motivdruck – alle Schichten schalldurchlässig.
Ein Akustikbild ist ein Schallabsorber, der aussieht wie ein Wandbild. Das macht es zur einzigen akustischen Maßnahme, die in Räumen durchgeht, in denen sichtbare Technik nicht erwünscht ist – und zugleich zur am häufigsten überschätzten. Diese Seite erklärt, wie das Bauteil funktioniert, wie viel Fläche es tatsächlich braucht, um akustisch etwas zu bewirken, und woran Sie im Angebotsvergleich erkennen, ob der Druck die Wirkung kostet.

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Poröser Absorberkern, akustisch offene Bespannung, Motivdruck – alle Schichten schalldurchlässig.
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Bilddaten aus Ihrem Bestand – entscheidend sind Auflösung bezogen auf die Endgröße und geklärte Bildrechte.
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Die benötigte Absorberfläche wird gerechnet, nicht geschätzt – Grundlage ist das Raumvolumen.
04
Wirksam sind parallele harte Wandflächen zwischen Sitz- und Stehkopfhöhe.
05
Der ausgewiesene αw-Wert gilt meist für das Rohmaterial. Maßgeblich ist der Wert der bedruckten Variante – danach sollte im Angebotsvergleich gefragt werden.
06
Bilder werden zusammen mit Decke, Wand und Rückzugsorten festgelegt.
Kapitel 01
Ein Akustikbild besteht aus drei Schichten: einem porösen Absorberkern, typischerweise einem Faser- oder Schaumwerkstoff, einer akustisch offenen Bespannung und dem Druck darauf. Entscheidend ist, dass alle drei Schichten schalldurchlässig bleiben. Der Kern kann nur Schallenergie aufnehmen, was ihn überhaupt erreicht – jede geschlossene Oberfläche davor macht das Bauteil akustisch wirkungslos.
Ein gerahmtes Foto auf Leinwand oder ein Druck auf Alu-Dibond ist deshalb kein Akustikbild, auch wenn es an der Wand genauso aussieht. Solche Oberflächen reflektieren den Schall, statt ihn aufzunehmen, und verschlechtern die Raumakustik tendenziell sogar, weil sie harte Fläche hinzufügen.
Wichtig ist außerdem die Abgrenzung der Wirkung: Ein Akustikbild absorbiert – es nimmt Schall im selben Raum auf. Es dämmt nicht, es verhindert also keine Übertragung in den Nachbarraum. Wer vertrauliche Gespräche schützen will, braucht raumtrennende Bauteile, keine Absorber. Der Unterschied zwischen Dämmung und Absorption ist die häufigste Fehlerquelle bei der Auswahl.
Kapitel 02
Die Absorberklasse nach DIN EN ISO 11654 – die Klassen A bis E über den bewerteten Schallabsorptionsgrad αw – wird in Datenblättern üblicherweise für das Trägermaterial ausgewiesen. Ein Druck bringt zusätzlich eine Farbschicht auf die Oberfläche. Je nach Druckverfahren und Farbauftrag kann diese Schicht die Poren der Bespannung teilweise schließen – und wo weniger Schall eindringt, wird weniger absorbiert. Betroffen sind vor allem die hohen Frequenzen, also genau der Bereich, in dem Sprachverständlichkeit entsteht.
Der Effekt ist nicht bei jedem Verfahren gleich stark. Großflächig dunkle, vollgedeckte Motive tragen mehr Farbe auf als helle oder grafische Motive mit viel offener Fläche. Ein Datenblatt, das den Wert des unbedruckten Rohmaterials zeigt, beschreibt deshalb nicht zwingend das Bauteil, das später an Ihrer Wand hängt.
Fragen Sie nach dem Prüfwert der bedruckten Ausführung, nicht nach dem des Rohmaterials – und lassen Sie sich sagen, auf welches Motiv sich der Wert bezieht.
Diese Seite nennt bewusst keinen Wert für eine konkrete Ausführung. Sie nennt die Frage, die gestellt gehört.
Kapitel 03
Die erforderliche Absorptionsfläche lässt sich überschlägig mit der Sabineschen Gleichung bestimmen: A = 0,163 · V / T. Dabei ist V das Raumvolumen und T die angestrebte Nachhallzeit. Für Besprechungsräume ist ein Zielwert von 0,6 s eine gängige Größenordnung.
Beispiel: ein Besprechungsraum für 8 Personen, 24 m² Grundfläche, 2,80 m Höhe – also rund 67 m³ Volumen. Daraus ergibt sich eine erforderliche äquivalente Absorptionsfläche von rund 18 m². Mit einem hochwertigen Absorber (αw ≈ 0,9) entspricht das rund 20 m² Absorberfläche.
| Bildformat | Fläche je Bild | Anzahl für rund 20 m² |
|---|---|---|
| 80 × 60 cm | 0,48 m² | 42 |
| 120 × 80 cm | 0,96 m² | 21 |
| 150 × 100 cm | 1,50 m² | 14 |
| 200 × 120 cm | 2,40 m² | 9 |
Zwei Bilder im Format 120 × 80 cm ergeben zusammen 1,9 m² – rund ein Zehntel dessen, was dieser Raum rechnerisch braucht. Das ist Dekoration mit akustischem Nebeneffekt, nicht Akustik. Wer mit zwei Bildern einen halligen Besprechungsraum beruhigen will, wird enttäuscht, und zwar nicht wegen der Produktqualität, sondern wegen der Fläche.
Deshalb sind Akustikbilder in den seltensten Fällen die Grundlast. Die kommt aus der größten zusammenhängenden Fläche des Raums, und das ist fast immer die Decke. Akustikbilder sind die richtige Wahl dort, wo die Decke bereits ausgereizt ist, wo sie gestalterisch oder baulich nicht angetastet werden kann – oder wo Wandfläche im direkten Sprachweg ohnehin behandelt werden muss und dabei nicht nach Technik aussehen soll.
Zwei Einschränkungen gehören zu dieser Rechnung: Sabine setzt ein annähernd diffuses Schallfeld voraus und ist eine Näherung. Und Personen, Polsterstühle, Vorhänge und textile Böden bringen bereits Absorption mit, sodass die zusätzlich nötige Fläche in einem möblierten Raum kleiner ausfällt als in dieser Überschlagsrechnung. Wie sich die Nachhallzeit im Besprechungsraum im Zusammenspiel aller Flächen ergibt, steht im Ratgeber; die Einordnung ins Gesamtkonzept finden Sie unter Akustiklösungen.
Kapitel 04
In den direkten Sprachweg. Wirksam sind gegenüberliegende parallele harte Wandflächen, zwischen denen Schall hin- und herläuft. Tote Ecken und Flächen hinter Schränken bringen dagegen kaum etwas – dort trifft schlicht wenig Schallenergie auf.
Mit Wandabstand. Ein Abstand zur Wand verbessert die Wirkung zu tiefen Frequenzen hin, weil das Luftpolster hinter dem Absorber mitwirkt. Ein bündig verklebtes Bild arbeitet schmalbandiger als eines auf Abstandshaltern.
Auf der richtigen Höhe. Der Bereich zwischen etwa Sitz- und Stehkopfhöhe ist der wirksamste, weil dort gesprochen und gehört wird. Flächen weit oberhalb davon tragen deutlich weniger zur Sprachverständlichkeit bei. Dieselben Regeln gelten für Akustikpaneele im Büro, nur ohne Motiv.
Kapitel 05
In Büroräumen und besonders in Flucht- und Rettungswegen gelten Anforderungen an das Brandverhalten von Wandbekleidungen; klassifiziert wird nach DIN EN 13501-1. Für ein Akustikbild gilt dabei derselbe Gedanke wie beim Absorptionswert: Maßgeblich ist die Klassifizierung der bedruckten Ausführung, nicht die des unbedruckten Trägers.
Welche Klasse im konkreten Gebäude gefordert ist, ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept und ist mit der zuständigen Stelle zu klären – diese Seite kann das nicht vorwegnehmen. Wie Brandschutzanforderungen an raumbildende Bauteile systematisch eingeordnet werden, zeigt der Ratgeber zum Brandschutz bei Trennwänden.
Kapitel 06
Der erforderliche Auflösungsbedarf sinkt mit dem Betrachtungsabstand. Ein Motiv, das an einer Bürowand aus zwei Metern Entfernung gesehen wird, braucht deutlich weniger Pixel pro Zentimeter als ein Prospekt in der Hand. Als gängiger Erfahrungswert im Großformatdruck gelten für solche Betrachtungsabstände etwa 100 bis 150 dpi bezogen auf die Endgröße – ausdrücklich ein Erfahrungswert, keine Norm.
Praktische Regel: Das Motiv vor der Freigabe in Endgröße beurteilen, nicht am Bildschirm. Kritisch sind Aufnahmen mit feinen Strukturen und Handyfotos aus dem Bestand; unkritisch sind flächige Grafiken, Farbverläufe und Illustrationen, die sich verlustfrei skalieren lassen.
Kapitel 07
Akustikbilder mit eigenem Motiv planen und liefern wir im Projektgeschäft. Maß, Motiv und Montage werden dabei zusammen mit der übrigen Akustikplanung festgelegt, weil die Fläche aus dem Raum folgt und nicht aus dem Katalog.
Ein Online-Shop für Standardformate ist für Dezember 2026 geplant. Bis dahin läuft alles über eine Projektanfrage. Wenn das Motivthema Teil einer größeren Maßnahme ist, ordnet sich das in die Objektausstattung ein.
Branchenübergreifend bewährt – jede Konfiguration auf den jeweiligen Einsatz ausgelegt.
Ein Schallabsorber mit bedruckter Oberfläche: poröser Kern, akustisch offene Bespannung, Motivdruck. Er nimmt Schall im Raum auf, statt ihn zurückzuwerfen. Ein gerahmtes Foto oder ein Druck auf Leinwand oder Alu-Dibond leistet das nicht – dort ist die Oberfläche geschlossen.
Mehr als die meisten erwarten. Ein Raum für 8 Personen mit 24 m² Grundfläche und 2,80 m Höhe braucht rechnerisch rund 20 m² Absorberfläche, um eine Nachhallzeit von etwa 0,6 s zu erreichen – das entspricht 21 Bildern im Format 120 × 80 cm. Zwei Bilder decken davon rund ein Zehntel. In einem möblierten Raum mit Personen, Polsterstühlen und textilem Boden fällt die zusätzlich nötige Fläche kleiner aus.
Er kann es. Die ausgewiesene Absorberklasse bezieht sich in Datenblättern meist auf das Trägermaterial. Eine Farbschicht kann die Poren der Bespannung teilweise schließen und die Absorption vor allem im Hochtonbereich senken; großflächig dunkle Motive tragen mehr Farbe auf als helle. Fragen Sie deshalb nach dem Prüfwert der bedruckten Ausführung.
In aller Regel die Decke. Sie ist die größte zusammenhängende freie Fläche eines Raums und wirkt raumweit statt platzbezogen. Akustikbilder sind die richtige Wahl, wenn die Decke ausgereizt ist oder nicht angetastet werden kann, und dort, wo Wandfläche im Sprachweg behandelt werden soll, ohne nach Technik auszusehen.
Ja, das ist der übliche Fall. Wichtig ist die Auflösung bezogen auf die Endgröße und die Klärung der Bildrechte. Flächige Grafiken und Illustrationen sind unkritisch, feinstrukturierte Aufnahmen und Handyfotos aus dem Bestand oft nicht.
Ein Shop für Standardformate ist für Dezember 2026 geplant. Projekte mit eigenem Maß, eigenem Motiv und Montage laufen weiterhin über eine Anfrage, weil sich die benötigte Fläche aus dem Raum ergibt.