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Dreischichtiger Aufbau
Poröser Absorberkern, akustisch offene Bespannung, Motivdruck – alle Schichten schalldurchlässig.
Ein Akustikbild fürs Büro ist zwei Dinge zugleich: ein Wandbild und ein Schallabsorber. Über die Wirkung entscheiden nicht Design und Motiv, sondern die Absorberklasse nach DIN EN ISO 11654 und die Fläche, die im Raum tatsächlich absorbiert. Diese Seite erklärt beides – und benennt den Prüfwert, nach dem Sie fragen sollten, bevor Sie bestellen.

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Poröser Absorberkern, akustisch offene Bespannung, Motivdruck – alle Schichten schalldurchlässig.
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Bilddaten aus Ihrem Bestand – entscheidend sind Auflösung bezogen auf die Endgröße und geklärte Bildrechte.
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Die benötigte Absorberfläche wird gerechnet, nicht geschätzt – Grundlage ist das Raumvolumen.
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Wirksam sind parallele harte Wandflächen zwischen Sitz- und Stehkopfhöhe.
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Der ausgewiesene αw-Wert gilt meist für das Rohmaterial. Maßgeblich ist der Wert der bedruckten Variante – danach sollte im Angebotsvergleich gefragt werden.
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Bilder werden zusammen mit Decke, Wand und Rückzugsorten festgelegt.
Kapitel 01
Ein Akustikbild besteht aus drei Schichten: einem porösen Absorberkern, typischerweise einem Faser- oder Schaumwerkstoff, einer akustisch offenen Bespannung und dem Druck darauf. Entscheidend ist, dass alle drei Schichten schalldurchlässig bleiben. Der Kern kann nur Schallenergie aufnehmen, was ihn überhaupt erreicht – jede geschlossene Oberfläche davor macht das Bauteil akustisch wirkungslos.
Ein gerahmtes Foto auf Leinwand oder ein Druck auf Alu-Dibond ist deshalb kein Akustikbild, auch wenn es an der Wand genauso aussieht. Solche Oberflächen reflektieren den Schall, statt ihn aufzunehmen, und verschlechtern die Raumakustik tendenziell sogar, weil sie harte Fläche hinzufügen.
Wichtig ist außerdem die Abgrenzung der Wirkung: Ein Akustikbild absorbiert – es nimmt Schall im selben Raum auf. Es dämmt nicht, es verhindert also keine Übertragung in den Nachbarraum. Wer vertrauliche Gespräche schützen will, braucht raumtrennende Bauteile, keine Absorber. Der Unterschied zwischen Dämmung und Absorption ist die häufigste Fehlerquelle bei der Auswahl.
Kapitel 02
Die Absorberklasse nach DIN EN ISO 11654 – die Klassen A bis E über den bewerteten Schallabsorptionsgrad αw – wird in Datenblättern üblicherweise für das Trägermaterial ausgewiesen. Ein Druck bringt zusätzlich eine Farbschicht auf die Oberfläche. Je nach Druckverfahren und Farbauftrag kann diese Schicht die Poren der Bespannung teilweise schließen – und wo weniger Schall eindringt, wird weniger absorbiert. Betroffen sind vor allem die hohen Frequenzen, also genau der Bereich, in dem Sprachverständlichkeit entsteht.
Der Effekt ist nicht bei jedem Verfahren gleich stark. Großflächig dunkle, vollgedeckte Motive tragen mehr Farbe auf als helle oder grafische Motive mit viel offener Fläche. Ein Datenblatt, das den Wert des unbedruckten Rohmaterials zeigt, beschreibt deshalb nicht zwingend das Bauteil, das später an Ihrer Wand hängt.
Fragen Sie nach dem Prüfwert der bedruckten Ausführung, nicht nach dem des Rohmaterials – und lassen Sie sich sagen, auf welches Motiv sich der Wert bezieht.
Diese Seite nennt bewusst keinen Wert für eine konkrete Ausführung. Sie nennt die Frage, die gestellt gehört.
Kapitel 03
Wer ein Akustikbild fürs Büro auswählt, stößt früher oder später auf einen Buchstaben von A bis E. Dahinter steht DIN EN ISO 11654 „Akustik – Schallabsorber für die Anwendung in Gebäuden – Bewertung der Schallabsorption". Die Norm fasst den frequenzabhängigen Schallabsorptionsgrad zu einem einzigen bewerteten Wert zusammen, dem αw, und ordnet diesen einer Klasse zu. Der maßgebliche Frequenzbereich liegt zwischen 250 Hz und 4 kHz – genau dort, wo Sprache stattfindet. Wichtig für die Auswahl: Klasse A ist nicht automatisch die richtige Wahl, sondern die wirksamste. Welche Klasse ein Raum braucht, ergibt sich aus seinem Volumen, seiner Nutzung und der bereits vorhandenen Absorption, nicht aus dem Produktdatenblatt. Ein weiterer Punkt wird in dieser Produktkategorie fast nie erwähnt: Der ausgewiesene Wert gilt üblicherweise für das unbedruckte Trägermaterial. Fragen Sie deshalb immer nach dem Prüfwert der bedruckten Ausführung.
| Klasse | αw | Einordnung |
|---|---|---|
| A | 0,90 – 1,00 | hoch absorbierend |
| B | 0,80 – 0,85 | hoch absorbierend |
| C | 0,60 – 0,75 | hoch absorbierend |
| D | 0,30 – 0,55 | absorbierend |
| E | 0,15 – 0,25 | gering absorbierend |
| nicht klassifiziert | 0,00 – 0,10 | praktisch reflektierend |
DIN EN ISO 11654 – Bewertung der Schallabsorption (Ausgabe 1997-07)
Kapitel 04
Der Nachhall ist die Größe, an der sich der Erfolg einer Maßnahme messen lässt. In einem Büro mit glatten Wänden, Glasflächen und hartem Boden läuft der Nachhall lang; Sprache aus dem Nachbararbeitsplatz bleibt hörbar, ohne verständlich zu sein, und genau diese Mischung ermüdet. Ein Akustikbild wirkt gegen diesen Nachhall, indem es Schallenergie in seinem porösen Kern in Wärme umwandelt. Zwei Größen bestimmen, ob die Wirkung spürbar wird: die absorbierende Fläche und die Absorberklasse. Beides gehört zusammen – ein einzelnes Bild der Klasse A auf 60 Quadratmetern Bürofläche verändert die Nachhallzeit kaum messbar, während mehrere Bilder in passenden Größen an den richtigen Stellen den Unterschied hörbar machen. Für Arbeitsräume gibt die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 „Lärm" den Rahmen vor: Sie benennt maximal zulässige Beurteilungspegel und stellt raumakustische Anforderungen, zu denen auch die Nachhallzeit gehört. Die Regel ist damit der sachliche Bezugspunkt, an dem sich eine Bürolösung messen lassen muss – nicht das Datenblatt eines einzelnen Produkts.
| Raumsituation | Akustisches Problem | Sinnvolle Platzierung |
|---|---|---|
| Großraumbüro mit hartem Boden | langer Nachhall, Sprache aus der Nachbarzone | Wandflächen gegenüber den Arbeitsplätzen, mehrere Flächen verteilt |
| Besprechungsraum, parallele Wände | Flatterecho, schlechte Sprachverständlichkeit | beide Längswände, nicht nur eine |
| Flur zwischen Glasflächen | harte Reflexionen, hoher Geräuschpegel | Stirnwand und eine Längswand |
| Empfangsbereich mit hoher Decke | langer Nachhall bei geringer Möblierung | große zusammenhängende Wandfläche, ergänzend Deckensegel |
Kapitel 05
Akustikbilder Büro werden fast immer individuell gefertigt, und der Weg dorthin ist kurz, wenn drei Dinge vorab geklärt sind. Erstens die Gestaltung: Ein eigenes Motiv, ein Firmenlogo, eine Fotografie oder ein Kunstdruck sind gleichermaßen möglich – gestalterisch ist ein Akustikbild ein Wandbild, technisch ein Absorber. Zweitens die Größen: Format und Zuschnitt richten sich nach der benötigten Absorberfläche und nach der Wand, an der das Produkt hängen soll; mehrere kleinere Bilder verteilen die Wirkung besser als ein einzelnes großes. Drittens die Qualität der Vorlage – eine zu gering aufgelöste Datei wird beim großformatigen Druck sichtbar unscharf, und das lässt sich nachträglich nicht reparieren. Ist das geklärt, ist die Bestellung einfach: Motiv, Format und Ausführung festlegen, Freigabe des Andrucks, Fertigung. Für Standardformate ist ein Online-Shop geplant; individuelle Formate und Projekte laufen weiter über die Anfrage.
Kapitel 06
Die erforderliche Absorptionsfläche lässt sich überschlägig mit der Sabineschen Gleichung bestimmen: A = 0,163 · V / T. Dabei ist V das Raumvolumen und T die angestrebte Nachhallzeit. Für Besprechungsräume ist ein Zielwert von 0,6 s eine gängige Größenordnung.
Beispiel: ein Besprechungsraum für 8 Personen, 24 m² Grundfläche, 2,80 m Höhe – also rund 67 m³ Volumen. Daraus ergibt sich eine erforderliche äquivalente Absorptionsfläche von rund 18 m². Mit einem hochwertigen Absorber (αw ≈ 0,9) entspricht das rund 20 m² Absorberfläche.
| Bildformat | Fläche je Bild | Anzahl für rund 20 m² |
|---|---|---|
| 80 × 60 cm | 0,48 m² | 42 |
| 120 × 80 cm | 0,96 m² | 21 |
| 150 × 100 cm | 1,50 m² | 14 |
| 200 × 120 cm | 2,40 m² | 9 |
Zwei Bilder im Format 120 × 80 cm ergeben zusammen 1,9 m² – rund ein Zehntel dessen, was dieser Raum rechnerisch braucht. Das ist Dekoration mit akustischem Nebeneffekt, nicht Akustik. Wer mit zwei Bildern einen halligen Besprechungsraum beruhigen will, wird enttäuscht, und zwar nicht wegen der Produktqualität, sondern wegen der Fläche.
Deshalb sind Akustikbilder in den seltensten Fällen die Grundlast. Die kommt aus der größten zusammenhängenden Fläche des Raums, und das ist fast immer die Decke. Akustikbilder sind die richtige Wahl dort, wo die Decke bereits ausgereizt ist, wo sie gestalterisch oder baulich nicht angetastet werden kann – oder wo Wandfläche im direkten Sprachweg ohnehin behandelt werden muss und dabei nicht nach Technik aussehen soll.
Zwei Einschränkungen gehören zu dieser Rechnung: Sabine setzt ein annähernd diffuses Schallfeld voraus und ist eine Näherung. Und Personen, Polsterstühle, Vorhänge und textile Böden bringen bereits Absorption mit, sodass die zusätzlich nötige Fläche in einem möblierten Raum kleiner ausfällt als in dieser Überschlagsrechnung. Wie sich die Nachhallzeit im Besprechungsraum im Zusammenspiel aller Flächen ergibt, steht im Ratgeber; die Einordnung ins Gesamtkonzept finden Sie unter Akustiklösungen.
Kapitel 07
In den direkten Sprachweg. Wirksam sind gegenüberliegende parallele harte Wandflächen, zwischen denen Schall hin- und herläuft. Tote Ecken und Flächen hinter Schränken bringen dagegen kaum etwas – dort trifft schlicht wenig Schallenergie auf.
Mit Wandabstand. Ein Abstand zur Wand verbessert die Wirkung zu tiefen Frequenzen hin, weil das Luftpolster hinter dem Absorber mitwirkt. Ein bündig verklebtes Bild arbeitet schmalbandiger als eines auf Abstandshaltern.
Auf der richtigen Höhe. Der Bereich zwischen etwa Sitz- und Stehkopfhöhe ist der wirksamste, weil dort gesprochen und gehört wird. Flächen weit oberhalb davon tragen deutlich weniger zur Sprachverständlichkeit bei. Dieselben Regeln gelten für Akustikpaneele im Büro, nur ohne Motiv.
Kapitel 08
In Büroräumen und besonders in Flucht- und Rettungswegen gelten Anforderungen an das Brandverhalten von Wandbekleidungen; klassifiziert wird nach DIN EN 13501-1. Für ein Akustikbild gilt dabei derselbe Gedanke wie beim Absorptionswert: Maßgeblich ist die Klassifizierung der bedruckten Ausführung, nicht die des unbedruckten Trägers.
Welche Klasse im konkreten Gebäude gefordert ist, ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept und ist mit der zuständigen Stelle zu klären – diese Seite kann das nicht vorwegnehmen. Wie Brandschutzanforderungen an raumbildende Bauteile systematisch eingeordnet werden, zeigt der Ratgeber zum Brandschutz bei Trennwänden.
Kapitel 09
Der erforderliche Auflösungsbedarf sinkt mit dem Betrachtungsabstand. Ein Motiv, das an einer Bürowand aus zwei Metern Entfernung gesehen wird, braucht deutlich weniger Pixel pro Zentimeter als ein Prospekt in der Hand. Als gängiger Erfahrungswert im Großformatdruck gelten für solche Betrachtungsabstände etwa 100 bis 150 dpi bezogen auf die Endgröße – ausdrücklich ein Erfahrungswert, keine Norm.
Praktische Regel: Das Motiv vor der Freigabe in Endgröße beurteilen, nicht am Bildschirm. Kritisch sind Aufnahmen mit feinen Strukturen und Handyfotos aus dem Bestand; unkritisch sind flächige Grafiken, Farbverläufe und Illustrationen, die sich verlustfrei skalieren lassen.
Kapitel 10
Akustikbilder mit eigenem Motiv planen und liefern wir im Projektgeschäft. Maß, Motiv und Montage werden dabei zusammen mit der übrigen Akustikplanung festgelegt, weil die Fläche aus dem Raum folgt und nicht aus dem Katalog.
Ein Online-Shop für Standardformate ist für Dezember 2026 geplant. Bis dahin läuft alles über eine Projektanfrage. Wenn das Motivthema Teil einer größeren Maßnahme ist, ordnet sich das in die Objektausstattung ein.
Stand: 19. August 2026
Branchenübergreifend bewährt – jede Konfiguration auf den jeweiligen Einsatz ausgelegt.
Decke, Wand, Rückzugsorte – die Einordnung ins Gesamtkonzept.
Welche Maßnahme welches Problem löst, sortiert nach Wirkung.
Rückzugsorte für Calls, wenn Absorberfläche allein nicht reicht.
Dieselben Regeln für Fläche und Platzierung – nur ohne Motiv.
Ein Akustikbild fürs Büro ist ein Schallabsorber mit bedruckter Oberfläche: ein poröser Kern, eine akustisch durchlässige Bespannung und darauf das Motiv. Ein gewöhnliches Wandbild reflektiert den Schall, ein Akustikbild lässt ihn in den Kern eintreten und wandelt Schallenergie in Wärme um. Optisch sind beide ähnlich, akustisch sind es zwei verschiedene Produkte.
Das hängt vom Raum ab, nicht vom Produkt. DIN EN ISO 11654 ordnet Absorber anhand des bewerteten Schallabsorptionsgrads αw den Klassen A bis E zu; Klasse A liegt bei αw 0,90 bis 1,00. Welche Klasse sinnvoll ist, ergibt sich aus Raumvolumen, Nutzung und bereits vorhandener Absorption – ein hochabsorbierendes Bild in zu kleiner Fläche bringt weniger als eine passend dimensionierte Fläche der Klasse C.
Nicht automatisch. Der Prüfwert wird üblicherweise am unbedruckten Trägermaterial ermittelt. Eine Farbschicht kann die Poren der Bespannung teilweise schließen und die Absorption verringern – vor allem bei hohen Frequenzen. Fragen Sie deshalb ausdrücklich nach dem Prüfwert der bedruckten Variante; kaum ein Anbieter weist ihn von sich aus aus.
Das hängt allein von der absorbierenden Fläche im Verhältnis zum Raumvolumen ab. Ein einzelnes Bild verändert die Nachhallzeit eines Großraumbüros nicht messbar. Wirksam wird die Maßnahme, wenn die Absorberfläche aus dem Raum berechnet und auf mehrere Flächen verteilt wird – idealerweise dort, wo Sprache direkt auf eine harte Fläche trifft.
Welche Anforderung gilt, ergibt sich aus der Nutzung des Raums und der jeweiligen Landesbauordnung, nicht aus dem Produkt. In Büro- und Verwaltungsgebäuden wird für Wandbekleidungen regelmäßig ein schwerentflammbares Verhalten gefordert. Lassen Sie sich das Brandverhalten für die konkrete Ausführung nachweisen, bevor Sie bestellen.
Format und Zuschnitt richten sich nach der benötigten Absorberfläche und der verfügbaren Wandfläche; mehrere mittelgroße Bilder wirken gleichmäßiger als ein einzelnes sehr großes. Beim Motiv ist gestalterisch fast alles möglich – eigenes Foto, Firmenlogo, Grafik oder Kunstdruck. Entscheidend ist die Qualität der Vorlage: Für großformatigen Druck muss die Auflösung ausreichen.
Dort, wo Sprache auf eine harte, parallele Fläche trifft: an der Wand gegenüber den Arbeitsplätzen, in Besprechungsräumen an den Längswänden und in Fluren zwischen Glasflächen. Eine gleichmäßige Verteilung über mehrere Wände ist wirksamer als eine große Fläche an einer einzigen Wand.