Leistung 03 — Akustik

Akustiklösungen Büro: Maßnahmen, Wirkung und Kosten

Akustiklösungen Büro – darunter fallen Deckenabsorber, Sichtbarrieren, Trennwände und geschlossene Kabinen. Welche davon wirkt, hängt nicht vom Produkt ab, sondern davon, ob das Problem im Nachhall, in der Sprachausbreitung über die Fläche oder in einzelnen lauten Quellen liegt. Diese Seite ordnet die Maßnahmen nach Wirkung, nennt die Kennwerte und die Richtpreise.

Investition: ab 980 € Messung – Festpreis nach Aufmaß.

Akustik-Office-Pod mit Sichtfenster in einem modernen Open-Space-Büro
Eigenschaften

Was unsere Lösung besonders macht.

01

Office-Pods

Schallisolierte Raum-in-Raum-Lösungen für 1–6 Personen, aufgestellt in 1–2 Stunden.

02

Wand- & Deckenabsorber

PET-Filz, Wollfilz oder Holzwolle – als Designelement integriert.

03

Raumakustik-Messung

Vor- und Nachher-Protokoll nach DIN 18041, inkl. Frequenzgang.

04

Schreibtisch-Trennwände

Akustikpaneele für Bench-Arbeitsplätze.

05

Phone-Booths

Einzelkabinen für ungestörte Telefonate und Videocalls.

06

Brandschutz B-s1,d0

Alle Materialien geprüft und OEKO-TEX 100 zertifiziert.

Kapitel 01

Warum Akustik der unsichtbare Gamechanger ist

Lärm im Büro ist messbar teurer als die meisten Möbelinvestitionen. Studien des Fraunhofer IAO zeigen Produktivitätsverluste von 15 bis 25 % durch schlechte Raumakustik – pro Mitarbeitenden und Jahr. Gleichzeitig steigt der Krankenstand, weil Stress­level und Cortisolwerte unter Dauerschalleinwirkung deutlich nach oben gehen.

Akustik ist deshalb keine Designfrage, sondern eine harte betriebswirtschaftliche Kennzahl. Ein gut behandelter Open Space amortisiert sich häufig innerhalb von 6 bis 12 Monaten – allein über die wiedergewonnene Arbeitszeit.

Kapitel 02

Unsere Akustiklösungen im Überblick

Office-Pods (Raum-in-Raum)

Komplett verglaste, schallisolierte Kabinen. Solo-Pod (1 Person), Meeting-Pod (4 Personen), Konferenz-Pod (6 Personen). Inkl. Lüftung, LED, Steckdosen, HDMI. Werte: Schalldämmung Dn,e,w ≈ 30 dB, Aufstellung in 1 bis 2 Stunden.

Deckenabsorber

Freihängende Baffeln oder Segel aus PET-Filz, Glaswolle oder Holzwolle – als Designelement integriert. Reduziert die Nachhallzeit ohne Bodenfläche zu verbrauchen.

Wandabsorber & Bilder

Bedruckbare Akustikbilder, magnetische Pinnwände oder verkleidete Großflächen. Optisch unauffällig, akustisch wirksam ab αw 0,80.

Schreibtisch- & Bench-Trennwände

Akustikpaneele direkt an Bench-Arbeitsplätzen – reduziert die Sichtverbindung und dämpft die Sprachverständlichkeit zwischen Nachbarn.

Phone-Booths

Einzelkabinen ausschließlich für Telefonate – kleiner und günstiger als Solo-Pods, ideal für Sales- und Service-Teams.

Kapitel 03

Akustiklösungen für Büros: welche Maßnahme wann wirkt

Akustiklösungen im Büro scheitern selten am Produkt und häufig an der Reihenfolge. Wer zuerst Absorber kauft und danach fragt, welches Problem sie lösen sollen, investiert oft an der falschen Stelle. Sinnvoll ist die umgekehrte Reihenfolge: erst bestimmen, ob es um zu lange Nachhallzeit, um zu hohe Sprachverständlichkeit über die Fläche oder um einzelne laute Quellen geht – denn diese drei Probleme brauchen unterschiedliche Antworten.

Problem im AlltagWirksame MaßnahmeWirkungAufwand
Halliger Raum, Stimmen „stehen“ im RaumDeckenabsorber, Deckensegelhochmittel, Montage an der Decke
Gespräche vom Nachbarplatz störenStell- und Tischtrennwände, absorbierende Rückwändemittelgering, ohne Eingriff in die Fläche
Telefonate und Videocalls stören die FlächeAkustikkabine oder Raum-in-Raum-Einheitsehr hochmittel, aufstellbar ohne Baumaßnahme
Vertrauliche Gespräche nach außen hörbarRaumhohe Systemtrennwand mit dichtem Anschlusssehr hochhoch, bauliche Maßnahme

In fast allen Fällen ist die Decke die wirksamste Einzelfläche, weil sie im Büro die größte zusammenhängende Reflexionsfläche darstellt und selten möbliert ist. Erst wenn dort absorbierende Flächen vorhanden sind, lohnen sich Maßnahmen an Wänden und Arbeitsplätzen – andernfalls arbeitet man gegen den Raum. Details dazu in unserem Ratgeber zu Akustikdecken im Büro.

Für die Bewertung und Planung sind in Deutschland die DIN 18041 für die Hörsamkeit in Räumen und die VDI 2569 für Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro die einschlägigen Grundlagen. Beide sind Planungsrichtlinien für Fachplaner und ersetzen keine Messung im gebauten Zustand. Wenn Sie eine bestehende Fläche verbessern wollen, ist eine Bestandsmessung vor der Maßnahme die günstigste Investition des gesamten Projekts – sie verhindert, dass Budget in Maßnahmen fließt, die das eigentliche Problem nicht adressieren.

Auf offenen Flächen mit vielen Arbeitsplätzen greift keine Einzelmaßnahme allein. Dort ist die Akustik Teil des Zonierungskonzepts: laute und leise Tätigkeiten werden räumlich getrennt, Rückzugsorte für Telefonate geschaffen und die verbleibende Fläche absorbierend ausgestattet. Wie das im Zusammenspiel mit Systemtrennwänden geplant wird, zeigt der Ratgeber Trennwände im Großraumbüro; die Kostenseite finden Sie unter Akustikkabinen Preise.

Stand: 30. August 2026

Kapitel 04

Messung, Planung & Nachweis

Akustik ohne Messung ist Glaubenssache – wir arbeiten mit Zahlen. Unser Vorgehen:

  1. Bestandsmessung. Wir messen Nachhallzeit T30, Sprachverständlichkeit STI und Schalldruckpegel an mehreren Stellen Ihres Raums.
  2. Simulation. Mit CAD-Akustikmodell rechnen wir die Wirkung verschiedener Maßnahmen-Pakete durch.
  3. Konzept. Sie bekommen eine konkrete Empfehlung mit Mengen, Platzierung und prognostiziertem Zielwert (z. B. T30 ≤ 0,5 s).
  4. Umsetzung. Lieferung und Montage vor Ort – ohne Bauschmutz.
  5. Erfolgskontrolle. Zweite Messung nach Maßnahme. Protokoll mit Vorher-/Nachher-Vergleich als PDF.

Kapitel 05

Relevante Normen & Richtwerte

  • DIN 18041 – Hörsamkeit in Räumen: Zielnachhallzeiten je Nutzung
  • VDI 2569 – Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro (Raumklassen A, B, C)
  • ASR A3.7 – Lärm am Arbeitsplatz (Beurteilungspegel)
  • DGUV 215-443 – Akustische Gestaltung von Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen

Zielwerte für ein klassisches Open-Space-Büro: T30 ≤ 0,5 s, STI ≥ 0,6, Geräuschpegel bei normaler Tätigkeit ≤ 55 dB(A).

Kapitel 06

Welche Regelwerke für Büroakustik gelten: ASR A3.7, VDI 2569 und DIN 18041

Für die Akustik in Büros greifen drei Regelwerke ineinander, und sie beantworten unterschiedliche Fragen. Die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 „Lärm" ist die arbeitsschutzrechtliche Ebene: Sie benennt maximal zulässige Beurteilungspegel für Tätigkeitskategorien und stellt raumakustische Anforderungen, zu denen auch die Nachhallzeit gehört. Die VDI 2569 ist die planerische Ebene für Büroräume: Sie führt Raumklassen ein und beschreibt, mit welchen Kennwerten ein Büro zu bewerten ist – für Einzel- und kleine Mehrpersonenbüros über Nachhallzeit und Geräuschpegel, für große Mehrpersonenbüros über die räumliche Abklingrate und den Sprachpegel in vier Metern Entfernung, jeweils nach DIN EN ISO 3382-3. Die DIN 18041 beschreibt darüber hinaus die Hörsamkeit in Räumen allgemein. Für die Praxis heißt das: Die ASR sagt, was eingehalten werden muss; die VDI 2569 sagt, woran man es misst.

Die VDI 2569 mit ihren Raumklassen und Kennwerten ist ausführlich auf unserer Seite zur Büroschalldämmung dargestellt.

Quelle: ASR A3.7 „Lärm" (BAuA)

Kapitel 07

Was kostet eine gute Bürofläche akustisch?

Als Richtgröße für ein 200-m²-Open-Space mit 20 Arbeitsplätzen:

  • Deckenabsorber-Set (15 % Deckenfläche): ab ca. 4.800 €
  • Wandabsorber-Set (3 Großflächen, bedruckt): ab ca. 2.400 €
  • 2× Solo-Pod (Telefon): ab ca. 13.800 €
  • 1× Meeting-Pod (4 Personen): ab ca. 14.500 €
  • Akustikmessung Bestand + Nachweis: ab ca. 980 €

Gegenrechnung: 20 Mitarbeitende × 75.000 € Personalkosten × 5 % Produktivitätsgewinn (konservativ) = 75.000 € Mehrwert pro Jahr.

Kapitel 08

Akustische Zonierung: die Fläche nach Tätigkeiten ordnen

Die akustische Zonierung ist der Planungsschritt, der über den Erfolg aller späteren Maßnahmen entscheidet, und sie kostet zunächst nichts außer Sorgfalt im Grundriss. Gemeint ist die bewusste Zuordnung von Tätigkeiten zu Bereichen: konzentriertes Einzelarbeiten, telefonintensive Arbeit, spontane Absprache und vertrauliches Gespräch stellen unterschiedliche Anforderungen an denselben Raum, und sie vertragen sich nicht auf derselben Fläche. Wer die akustische Zonierung überspringt und stattdessen gleichmäßig Absorber über die Decke verteilt, senkt zwar die Nachhallzeit, verändert aber nichts an der Ursache der empfundenen Störung.

In der Praxis hat sich eine Reihenfolge bewährt: zuerst die lauten Tätigkeiten aus der Konzentrationszone herausnehmen, dann Sichtbarrieren und absorbierende Rückwände zwischen die verbleibenden Bereiche stellen, erst danach die Deckenfläche belegen. Der Grund ist physikalisch: Schall breitet sich auf dem direkten Weg zwischen zwei Arbeitsplätzen aus, und dieser Weg wird von einer Decke nicht unterbrochen. Eine Zonierung verkürzt den Ablenkungsabstand, weil sie den direkten Weg verstellt; eine Deckenmaßnahme wirkt auf den Nachhall. Beide Größen sind nötig, aber sie sind nicht austauschbar, und nur eine von beiden lässt sich ohne Montage verändern. Welche Bauformen als Sichtbarriere infrage kommen, zeigt der Ratgeber zu Raumteilern fürs Büro.

Für die Bewertung gilt: Die Zonierung ist erfolgreich, wenn jede Tätigkeit einen Ort hat, der in wenigen Schritten erreichbar ist. Eine Fokuszone am anderen Ende der Etage wird nicht genutzt, und ein Rückzugsort, der dauerhaft belegt ist, wird nach kurzer Zeit nicht mehr angesteuert.

Akustische Zonierung: Tätigkeit, Zone und die passende Maßnahme
TätigkeitZoneWirksame MaßnahmeKennwert, an dem es hängt
Konzentriertes EinzelarbeitenFokuszoneAbsorbierende Decke plus raumhohe SichtbarriereAblenkungsabstand
Telefonat, VideocallGeschlossener RückzugsortAkustikkabine oder Raum in Raum SystemSchalldämmung Dn,e,w
Spontane AbspracheTeamzoneAbsorbierende Rückwände, Abstand zur FokuszoneNachhallzeit T30
Vertrauliches GesprächGeschlossener RaumSystemtrennwand mit dichtem AnschlussSchalldämmung Rw
Pause, informeller AustauschBegegnungsflächeRäumlich abgesetzt, laut erlaubtAbstand
  1. Zählen Sie eine Woche lang, wie viele Telefonate zur Spitzenzeit gleichzeitig laufen.
  2. Stellen Sie so viele geschlossene Plätze bereit, wie diese Zählung ergibt.
  3. Nehmen Sie die lauten Tätigkeiten aus der Konzentrationszone heraus.
  4. Stellen Sie Sichtbarrieren zwischen die verbleibenden Bereiche.
  5. Belegen Sie erst danach die Deckenfläche mit Absorbern.

Quelle: ASR A3.7 „Lärm" – amtlicher Volltext (BGN)

Kapitel 09

Raumakustik Besprechungsräume: andere Zielwerte als auf der offenen Fläche

Die Raumakustik in Besprechungsräumen folgt einer anderen Logik als die Akustik der offenen Fläche, und das wird in Projekten regelmäßig übersehen. Auf der Fläche geht es darum, Sprache möglichst schnell abklingen zu lassen, damit sie den Nachbarplatz nicht erreicht. Im Besprechungsraum ist das Gegenteil gefragt: Sprache soll über den Tisch hinweg gut verständlich sein, ohne dass der Raum hallt. Beide Ziele werden über die Nachhallzeit gesteuert, aber mit unterschiedlichen Vorzeichen und unterschiedlichen Absorptionsflächen.

Für Räume, in denen Sprache das maßgebliche Nutzsignal ist, nennt die DIN 18041 die Nutzungsart Kommunikation und leitet die Soll-Nachhallzeit aus dem Raumvolumen ab: Je größer der Raum, desto länger darf sie sein. Ein Besprechungsraum von 60 Kubikmetern liegt damit deutlich unter dem Wert eines Konferenzraums von 300 Kubikmetern. Wer beide mit demselben Absorberpaket ausstattet, überdämpft den kleinen Raum und unterdämpft den großen.

Zwei Punkte kommen in Besprechungsräumen hinzu, die auf der Fläche keine Rolle spielen. Erstens die Videokonferenz: Mikrofone nehmen Reflexionen mit auf, weshalb ein Raum, der im Direktgespräch unauffällig ist, in der Konferenz schlecht klingt. Zweitens die Vertraulichkeit nach außen. Sie ist keine Frage der Raumakustik, sondern der Schalldämmung der umschließenden Bauteile – also der Trennwand, der Tür und des Anschlusses an Decke und Boden. Welche Mindestwerte dabei überhaupt gelten, regelt der Schallschutz nach DIN 4109.

Zielwerte je Raumsituation – Raumakustik gegen Schalldämmung
RaumsituationMaßgebliche GrößeWonach sie sich richtetWomit sie erreicht wird
Offene BüroflächeAblenkungsabstand, NachhallzeitASR A3.7, DIN EN ISO 3382-3Decke, Sichtbarrieren, Zonierung
BesprechungsraumNachhallzeit für KommunikationDIN 18041, abhängig vom RaumvolumenWand- und Deckenabsorber
Vertrauliche BesprechungSchalldämmung Rw des BauteilsAnforderung des NutzersSystemtrennwand, Tür, dichter Anschluss
TelefonkabineSchalldämmung Dn,e,wHerstellerangabe, geprüftGeschlossene Kabine
  • Raumvolumen bestimmen – daraus folgt die Soll-Nachhallzeit nach DIN 18041.
  • Nutzungsart festlegen: Kommunikation, nicht Musik oder Unterricht.
  • Absorptionsfläche auf Decke und mindestens eine Wandfläche verteilen.
  • Vertraulichkeit getrennt betrachten – sie hängt am Bauteil, nicht an der Raumakustik. Die Ausführungen dazu stehen bei den Systemtrennwänden für Büroflächen.

Kapitel 10

Fläche, Rückzugsort und Besprechungsraum: was akustisch zusammenwirkt

Akustik im Büro wird meist als Produktfrage gestellt und ist eine Reihenfolgefrage. Die drei Bereiche einer typischen Bürofläche – offene Arbeitszone, geschlossener Rückzugsort und Besprechungsraum – hängen akustisch zusammen: Jeder Rückzugsort, der fehlt, verlagert Schall auf die offene Fläche, und jeder Besprechungsraum mit schlechter Tür trägt Sprache in den Flur. Wer nur eine der drei Ebenen behandelt, verschiebt das Problem, statt es zu lösen.

Das lässt sich rechnerisch fassen. Nimmt man an, dass auf einer Fläche mit zwanzig Arbeitsplätzen zur Spitzenzeit vier gleichzeitige Telefonate laufen, dann braucht diese Fläche vier geschlossene Plätze – nicht zwei. Sind nur zwei vorhanden, finden zwei Telefonate weiterhin am Arbeitsplatz statt, und die Investition in die Kabinen wirkt nur zur Hälfte. Diese Erhebung dauert eine Woche und ist verlässlicher als jede Faustzahl je Quadratmeter.

Für die Konzentration auf der verbleibenden Fläche gilt: Der störendste Reiz ist verständliche Sprache, nicht Lautstärke. Ein gleichmäßiger Grundschall aus Lüftung oder Technik stört deutlich weniger als ein einzelnes Gespräch in acht Metern Entfernung. Deshalb bringt es mehr, die wenigen verständlichen Quellen zu entfernen, als den mittleren Pegel der ganzen Fläche zu senken.

Quelle: Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), amtlicher Text

Kapitel 11

Akustiklösungen Büro im Überblick: Reihenfolge, Aufwand und Budget

Akustiklösungen für das Büro lassen sich nach Wirkung je eingesetztem Euro ordnen, und die Reihenfolge ist über Projekte hinweg erstaunlich stabil. Die Bestandsmessung steht vorn, weil sie die günstigste Maßnahme ist und alle folgenden Entscheidungen absichert. Danach folgen die geschlossenen Rückzugsorte, weil sie die stärkste Einzelstörquelle aus der Fläche nehmen. Erst danach lohnen Decke, Wand und Arbeitsplatz.

Die Tabelle nennt Richtgrößen für eine Fläche von 200 Quadratmetern mit 20 Arbeitsplätzen. Sie ersetzt kein Angebot, macht aber die Größenordnungen vergleichbar und zeigt, wo der Sprung im Budget liegt.

Akustiklösungen für das Büro: Wirkung, Aufwand und Richtpreis (200 m², 20 Arbeitsplätze)
MaßnahmeWirkt aufAufwandRichtpreis
Bestandsmessung nach DIN 18041Grundlage aller Maßnahmengering, ein Terminab ca. 980 €
Akustische Zonierung im GrundrissAblenkungsabstandgering, Planungsleistungplanungsabhängig
Telefonkabine, Solo-PodStörquelle Telefonataufstellbar, keine Baumaßnahmeab ca. 6.900 € je Stück
Deckenabsorber, 15 % der FlächeNachhallzeit T30Montage an der Deckeab ca. 4.800 €
Wandabsorber, drei GroßflächenNachhallzeit, ReflexionenMontage an der Wandab ca. 2.400 €
Raumhohe SystemtrennwandVertraulichkeit, Rwbauliche Maßnahmeab ca. 180 €/m²
  • Bestandsmessung vor der ersten Bestellung – sie ist die günstigste Position des Projekts.
  • Rückzugsorte vor Flächenmaßnahmen – sie nehmen die stärkste Einzelstörquelle heraus.
  • Decke vor Wand – sie ist die größte zusammenhängende und unmöblierte Reflexionsfläche.
  • Nachmessung nach der Umsetzung – ohne sie bleibt die Wirkung unbelegt.

Stand: 30. August 2026

Einsatzbereiche

Wo unsere Lösung Wirkung zeigt.

Branchenübergreifend bewährt – jede Konfiguration auf den jeweiligen Einsatz ausgelegt.

  • Großraumbüros und Coworking
  • Call-Center und Sales-Floors
  • Schulen und Universitäten
  • Kanzleien und Beratungen
  • Restaurants und Hotellobbys
  • Bibliotheken und Empfangsbereiche
  • Sportstätten und Mensen
  • Kliniken und Wartebereiche
Häufige Fragen

FAQ – Antworten auf die wichtigsten Fragen

Was gehört zu Akustiklösungen für das Büro?

Deckenabsorber, Wandabsorber, Trennwände und Sichtbarrieren, geschlossene Rückzugsorte wie Telefonkabinen oder ein Raum in Raum System sowie die Messung, die zeigt, welche davon nötig ist. Welche Maßnahme wirkt, hängt davon ab, ob das Problem im Nachhall, in der Sprachausbreitung oder in einzelnen Quellen liegt.

Was ist eine akustische Zonierung?

Die bewusste Zuordnung von Tätigkeiten zu Bereichen der Fläche: Konzentration, Absprache, Telefonat und Pause bekommen eigene Zonen. Die akustische Zonierung wirkt auf den Ablenkungsabstand und ist wirksamer als eine gleichmäßige Absorberverteilung, weil sie den direkten Schallweg zwischen Arbeitsplätzen verstellt.

Welche Nachhallzeit gilt für die Raumakustik in Besprechungsräumen?

Die DIN 18041 leitet die Soll-Nachhallzeit für die Nutzungsart Kommunikation aus dem Raumvolumen ab: Je größer der Raum, desto länger darf sie sein. Ein kleiner Besprechungsraum braucht deshalb einen anderen Zielwert als ein großer Konferenzraum – dasselbe Absorberpaket passt nicht für beide.

Wie viele Telefonkabinen braucht eine Fläche?

So viele, wie zur Spitzenzeit gleichzeitige Telefonate stattfinden. Diese Zahl lässt sich in einer Woche erheben und ist verlässlicher als jede Faustzahl je Quadratmeter. Sind zu wenige vorhanden, finden Telefonate weiterhin am Arbeitsplatz statt und die Investition wirkt nur anteilig.

Was kostet Akustik im Büro als Gesamtpaket?

Für 200 Quadratmeter mit 20 Arbeitsplätzen liegen die Richtgrößen bei ab ca. 980 Euro für die Bestandsmessung, ab ca. 4.800 Euro für Deckenabsorber, ab ca. 2.400 Euro für Wandabsorber und ab ca. 6.900 Euro je Telefonkabine. Die Reihenfolge Messung, Rückzugsorte, Decke, Fläche ist in der Regel wirtschaftlicher als der umgekehrte Weg.

Warum brauche ich Akustiklösungen im Büro?

Ohne Akustikbehandlung liegen offene Büroflächen typischerweise bei Nachhallzeiten von 1,5 Sekunden und mehr. Der störendste Reiz ist dabei nicht die Lautstärke, sondern verständliche Sprache aus der Nachbarschaft – sie bindet Aufmerksamkeit und kostet Konzentration.

Welche Regelwerke gelten für Büroakustik?

Die ASR A3.7 „Lärm" ist die arbeitsschutzrechtliche Ebene und nennt Beurteilungspegel und Nachhallzeiten. Die VDI 2569 ist die planerische Ebene für Büroräume und beschreibt die Bewertung über Raumklassen; sie ist auf der Seite zur Büroschalldämmung ausführlich dargestellt. Die DIN 18041 regelt die Hörsamkeit in Räumen allgemein.

Sind die Materialien schadstoffgeprüft?

Ja. Alle Akustikmaterialien sind nach OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert und in Brandschutzklasse B-s1,d0 geprüft.

Bereit für ein Festpreisangebot innerhalb von 48 Stunden?

Jetzt anfragen