01
Modular & demontierbar
Werterhalt durch wiederverwendbare Profile und Paneele – ideal bei flexiblen Mietflächen.
Systemtrennwände sind modulare Wandsysteme, die Räume schaffen und sich später versetzen statt abbrechen lassen. Welche Ausführungen es gibt, welche Systeme welche Anforderungen an Schallschutz und Sicherheit erfüllen und wann sich die höheren Herstellkosten gegenüber dem Trockenbau rechnen, steht auf dieser Seite. Was die Bauweise darüber hinaus bietet, zeigt sich erst beim ersten Umbau.
Investition: ab 280 €/m² – Festpreis nach Aufmaß.

01
Werterhalt durch wiederverwendbare Profile und Paneele – ideal bei flexiblen Mietflächen.
02
Geprüfte Werte nach DIN EN ISO 10140 – auch für vertrauliche Meetings.
03
Mit gültiger allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ).
04
Glas, Holzdekor, Stoff, Akustikvlies – alle RAL-Farben, alle Türsysteme.
05
Kombinieren Sie geschlossene und transparente Elemente flexibel.
06
200 m² in 3–5 Werktagen – auf Wunsch nachts oder am Wochenende.
Kapitel 01
Systemtrennwände sind modulare, nicht-tragende Innenwände, die mit standardisierten Profilen und Paneelen gebaut werden. Als modulares Wandsystem lassen sie sich – anders als klassische Gipskartonwände – zerstörungsfrei demontieren und an anderer Stelle erneut aufbauen. Genau das macht sie zum bevorzugten Wandsystem für Bürogebäude, Mietflächen und alle Unternehmen, die heute nicht festlegen wollen, wie ihr Grundriss in drei Jahren aussieht.
Eine moderne Systemtrennwand besteht aus einem Aluminium-Tragwerk, austauschbaren Füllungen (Vollwand, Glas, Akustik, Holzdekor) und integrierten Türsystemen. Der Wandaufbau ist auf jede gängige Schallschutz- und Brandschutzanforderung normiert.
Sprachlich kursieren mehrere Bezeichnungen nebeneinander: Systemtrennwand, Systemwand, Trennwandsystem oder modulare Trennwand. Gemeint ist jeweils dasselbe Prinzip – ein Wandaufbau aus vorgefertigten, wiederverwendbaren Elementen mit einem Ständerwerk, der ohne nasse Bauleistung montiert und ebenso wieder demontiert wird. Der Begriff Systemwand wird dabei etwas weiter verwendet und schließt auch Schrankwandsysteme und raumbildende Möbelwände ein; Systemtrennwände für Büros sind die raumtrennende Untergruppe davon, also die Variante mit definierter Schalldämmung und definiertem Brandverhalten. Für die Ausschreibung ist deshalb weniger der Name relevant als die geforderten Kennwerte: Rw in dB, Brandverhalten der Bauteilklasse und die Frage, ob die Wand raumhoch bis zur Rohdecke geführt wird oder unter einer abgehängten Decke endet.

Kapitel 02
Ein modulares Wandsystem Büro heißt zunächst nur: Die Wand ist kein Gewerk, sondern ein Produkt. Sie wird nach Aufmaß gefertigt, trocken montiert und lässt sich später zerlegen, versetzen und erneut aufbauen. Modulare Wände unterscheiden sich damit grundsätzlich von Trockenbau — dort entsteht die Wand erst auf der Baustelle und ist danach Teil des Gebäudes.
Ein modulares Wandsystem für Büros unterscheidet sich vom klassischen Trockenbau in drei Punkten: vorgefertigte Elemente statt Bauwerk, trockene Montage statt Putz und Anstrich und reversibler Rückbau statt Bauschutt. Genau deshalb greifen Unternehmen, Architekten und Vermieter für flexible Bürolayouts auf modulare Wandsysteme zurück – vom kleinen Besprechungsraum bis zur kompletten Etagenneuplanung.
Typische Einsatzszenarien für modulare Wandsysteme im Büro:
Weil das modulare Wandsystem trocken montiert wird, sind Räume in der Regel am Folgetag nutzbar – kein Austrocknen, keine Malerarbeiten. Bei Umzug oder Umstrukturierung wandern Profile, Paneele und Türen mit an den neuen Standort statt im Container zu landen. Als Objekteinrichter begleiten wir das Projekt von der Planung über die Fertigung bis zur Übergabe – tiefergehende Fachartikel dazu finden Sie im Ratgeber.
In der Praxis bedeutet Modularität vor allem, dass sich die Fläche später an veränderte Arbeitsformen anpassen lässt, ohne dass gebaut wird. Wer heute vier Einzelbüros und einen Besprechungsraum braucht und in zwei Jahren zwei Teamzonen, verschiebt die Achsen, statt Wände abzureißen. Genau darin liegt der wirtschaftliche Kern des Systemgedankens — und der Grund, warum Trennwandsysteme in Mietflächen und im Bestand so viel häufiger eingesetzt werden als im Neubau.

Kapitel 03
Kapitel 04
Der Vergleich mit dem Trockenbau entscheidet in den meisten Projekten, welche Bauweise zum Einsatz kommt. Er wird meist als Aufzählung von Vorteilen geführt; entscheidungsreif wird er erst, wenn beide Bauweisen nebeneinander stehen. Systemtrennwände bieten dabei nicht in jedem Punkt den Vorteil – bei den reinen Herstellkosten je Quadratmeter liegt der Trockenbau in aller Regel darunter. Der Unterschied entsteht über die Nutzungsdauer, weil eine modulare Systemwand versetzt statt abgebrochen wird. Wer eine Fläche einmal einrichtet und zwanzig Jahre unverändert lässt, hat mit dem Trockenbau die günstigere Lösung. Wer damit rechnet, den Zuschnitt zu ändern, rechnet anders. Die Tabelle nennt die Kriterien, die diese Rechnung tragen.
| Kriterium | Systemtrennwand | Trockenbauwand |
|---|---|---|
| Herstellkosten je m² | höher | niedriger |
| Bauzeit auf der Fläche | Montage im Trockenverfahren, kurze Bauzeit | länger, Spachtel- und Trockenzeiten |
| Staub und Nassarbeiten | keine | Spachteln, Schleifen, Malerarbeiten |
| Änderung des Zuschnitts | Elemente werden versetzt | Abbruch und Neuaufbau |
| Wiederverwendung der Bauteile | vorgesehen | nicht vorgesehen |
| Abfall bei Umbau | gering, Elemente bleiben erhalten | hoch, Bauschutt und Gipsabfall |
| Rückbau in der Mietfläche | Elemente lassen sich mitnehmen | Rückbaupflicht prüfen |
| Integrierte Technik | Kabelführung im Wandsystem vorgesehen | Schlitze und Leerrohre einplanen |
Kapitel 05
Bau- und Abbruchabfälle sind in Deutschland der mit Abstand größte Abfallstrom; mineralische Bauabfälle machen den überwiegenden Teil des gesamten Abfallaufkommens aus. Für den Innenausbau bedeutet das: Jeder Umbau einer Bürofläche, der Wände abbricht statt sie zu versetzen, erzeugt Abfall, der stofflich kaum verwertbar ist – eine gespachtelte, gestrichene und verschraubte Gipsplattenwand lässt sich nicht sortenrein trennen. Genau hier liegt der Unterschied modularer Systeme, und es ist eine Eigenschaft der Bauweise, nicht ein Zertifikat. Entscheidend ist deshalb nicht, ob ein Anbieter Nachhaltigkeit auf der Seite stehen hat, sondern ob die Konstruktion sortenrein trennbar ist und ob die Elemente nach einem Umbau tatsächlich wieder eingesetzt werden können. Drei Fragen bringen darüber Sicherheit, und sie stehen bewusst als Fragen an den Anbieter da: Sind die Wandfüllungen zerstörungsfrei aus dem Rahmen zu lösen? Sind Ständer, Füllung und Dichtung getrennte Werkstoffe oder verklebt? Und gibt es für die verbauten Systeme eine Nachlieferung einzelner Elemente, damit eine Wand in fünf Jahren ergänzt statt ersetzt werden kann? Wer diese drei Fragen beantwortet bekommt, hat mehr Sicherheit als mit jedem Nachhaltigkeitsversprechen ohne Zahl.
Für Arbeitsumgebungen, die sich alle paar Jahre verändern, ist das die entscheidende Größe: nicht wie lange eine Wand hält, sondern wie oft sie sich anpassen lässt, ohne vollständig ersetzt zu werden. Ein Trennwandsystem, das nach dem dritten Umbau noch steht, hat seine Umweltbilanz dreimal geteilt.
Kapitel 06
Der größte Teil aller Büroflächen in Deutschland ist gemietet — und genau dort entscheidet eine Frage über die Gesamtkosten, die in keinem Angebot steht: Was passiert am Ende des Mietverhältnisses? Eine Trockenbauwand wird fest mit dem Gebäude verbunden und ist damit im Regelfall ein Gebäudebestandteil; ihr Rückbau ist eine eigene Kostenposition, die erst Jahre später fällig wird und deshalb bei der Investitionsentscheidung selten mitgerechnet wird.
Eine Systemtrennwand wird dagegen reversibel montiert. Sie bleibt eine Einrichtung im Sinne des Mietrechts, und dazu sagt § 539 Absatz 2 BGB wörtlich: „Der Mieter ist berechtigt, eine Einrichtung wegzunehmen, mit der er die Mietsache versehen hat." Praktisch heißt das: Die Wand kann beim Umzug mitgenommen und am neuen Standort erneut aufgebaut werden, statt entsorgt zu werden. Ob und in welchem Umfang das im Einzelfall gilt, hängt vom konkreten Mietvertrag ab — die Klausel zum Rückbau gehört deshalb vor die Investitionsentscheidung, nicht danach.
Für die Planung ist das ein Rechenweg, kein Detail: Wer die Wand über zwei Standorte statt über einen Mietvertrag rechnet, kommt regelmäßig zu einem anderen Ergebnis als der reine Quadratmeterpreis-Vergleich. Wie sich Rückbaukosten vertraglich begrenzen lassen und worauf beim Versetzen zu achten ist, steht ausführlich im Ratgeber Trennwände in Mietflächen: Rückbaupflicht und Umzug.
| Punkt | Trockenbauwand | Systemtrennwand |
|---|---|---|
| Verbindung mit dem Gebäude | fest verbaut, in der Regel Gebäudebestandteil | reversibel montiert, bleibt Einrichtung |
| Am Mietende | Rückbau als eigene Kostenposition möglich | Wegnahmerecht nach § 539 Abs. 2 BGB |
| Beim Standortwechsel | Material fällt als Bauschutt an | Elemente werden demontiert und wiederverwendet |
| Zeitpunkt der Kosten | Investition heute, Rückbau Jahre später | Investition heute, Demontage planbar |
| Was vorher zu klären ist | Rückbauklausel im Mietvertrag | Rückbauklausel und Anschlusspunkte an Boden und Decke |

Kapitel 07
Systemtrennwände sind kein einzelnes Produkt, sondern eine Bauweise, in der verschiedene Ausführungen im selben Ständerraster stehen. Das ist ihr eigentlicher Vorteil: Vollwand, Glastrennwände und Kombiwand lassen sich innerhalb einer Achse mischen, ohne die Konstruktion zu wechseln. Für die Planung heißt das, dass die Entscheidung über Transparenz nicht am Anfang fallen muss und später ohne Eingriff in die Unterkonstruktion geändert werden kann. Wo hohe Anforderungen an Sicherheit und Brandschutz stehen, ist die Ausführung entsprechend zu wählen; die Systembauweise schließt das nicht aus, sie verlangt aber die geprüfte Kombination aus Rahmen, Füllung und Anschluss. Verbindlich ist immer die Prüfung des kompletten Systems, nicht die Eigenschaft einer einzelnen Platte. Außerhalb der reinen Bürofläche gelten andere Randbedingungen: In Werkstatt, Produktion und Lager stehen Robustheit der Oberfläche, Reinigungsfähigkeit und die Anbindung an eine Hallenkonstruktion im Vordergrund. Für diesen Fall ist das Hallenbüro die passendere Bauform: Hallenbüro und Meisterbüro.
| Ausführung | Wofür sie üblicherweise steht | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Vollwand | abgeschlossene Räume, höchste Anforderungen an Ruhe und Sicherheit | Anschluss an Rohdecke, Flankenwege |
| Glastrennwände | Tageslicht in innenliegende Zonen, offene Wirkung | Einfach- oder Doppelverglasung, Sichtschutz |
| Kombiwand | Brüstung geschlossen, oberer Teil verglast | Übergang der beiden Aufbauten |
| Ganzglaswand | maximale Transparenz ohne sichtbaren Rahmen | Beschlagtechnik, Türlösung |
Kapitel 08
Vollwände in beliebigen RAL-Farben, Holzdekoren oder Stoffbespannung. Akustikvlies, magnetische Whiteboard-Flächen oder beschreibbare Glasflächen lassen sich nahtlos integrieren. Glasfüllungen als Einscheibensicherheitsglas (ESG, 10 mm) oder Verbundglas (VSG) mit Schallschutzfolie für höhere Anforderungen.
Drehflügel-, Schiebe- oder Schwingtüren – flächenbündig, mit elektrischen Schlössern, Zutrittskontrolle und Türschließern führender Hersteller (Dorma, Geze, Assa Abloy).
Standardwand Rw 37 dB, Schallschutzwand Rw 44–47 dB, Konferenzwand Rw 50–52 dB. Damit decken wir alle Anforderungen ab – vom Open-Space-Cluster bis zum Vertraulichkeitsraum nach VS-NfD-Niveau. Geht es dagegen nur um einzelne Rückzugsplätze für Telefonate in einer offenen Fläche, ist eine feste Wand meist gar nicht nötig – dafür reicht eine Telefonbox fürs Büro, die sich ohne Eingriff in den Grundriss stellen und später versetzen lässt.
Akustisch wirksame Füllungen stehen für alle Ausführungen zur Verfügung; sie lassen sich mit verglasten Feldern kombinieren, sodass Tageslicht erhalten bleibt und trotzdem konzentriertes Arbeiten möglich ist.

Kapitel 09
Bei Systemtrennwänden greifen mehrere Regelwerke nebeneinander, und sie regeln verschiedene Dinge. Wer im Angebot nur nach „Schallschutz" oder „Brandschutz" fragt, bekommt Antworten aus unterschiedlichen Systemen, die sich nicht vergleichen lassen. Die folgende Übersicht ordnet zu, welches Regelwerk wofür zuständig ist und wonach Sie im Angebot konkret fragen sollten.
| Regelwerk | Gegenstand | Wonach Sie im Angebot fragen |
|---|---|---|
| DIN 4109 | Schallschutz im Hochbau, Mindestanforderungen für Büro- und Verwaltungsbauten | Welche Anforderung gilt für diese Nutzung? |
| DIN EN ISO 10140 | Laborgeprüfte Bauteilschalldämmung | Rw des geprüften Aufbaus, mit Prüfbericht |
| VDI 2569 | Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro | Raumakustische Zielwerte der Fläche, nicht nur der Wand |
| DIN 4102 / DIN EN 13501 | Brandverhalten und Feuerwiderstand, Klassen F30 bis F90 | Klasse des konkreten Aufbaus inkl. Verwendbarkeitsnachweis |
| ASR A1.6 / ASR A2.3 | Sichtschutz an Glasflächen, Fluchtwege und Notausgänge | Kennzeichnung der Glasflächen, Türaufschlagrichtung |
| ArbStättV, Anhang Nr. 1.5 Abs. 3 | Kennzeichnungspflicht für durchsichtige Wände | Wer markiert die Glasflächen — und ist das im Preis? |
Wir liefern zu jedem Projekt einen Nachweis-Ordner mit Zulassungen, Verwendbarkeitsnachweisen und Verwendungsprotokollen.
Kapitel 10
Kapitel 11
Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an — und zwar auf wenige, klar benennbare Faktoren. Den Preis bestimmen im Wesentlichen Wandfläche, Glasanteil, Schallschutzklasse, Anzahl der Türen und die Sonderausstattung wie Akustikvlies, elektrische Schlösser oder Zutrittskontrolle. Weil sich diese Faktoren nur gemeinsam sinnvoll rechnen lassen, haben wir die Preise pro Quadratmeter, alle Kostentreiber und drei vollständig durchgerechnete Beispiele auf einer eigenen Seite zusammengestellt, statt sie hier verkürzt zu wiederholen: Systemtrennwand Kosten: Preise pro m² und Rechenbeispiele. Schneller geht es ohnehin über den direkten Weg: Schicken Sie uns Grundriss oder Skizze, und Sie bekommen innerhalb von 48 Stunden ein konkretes Angebot. Passende Möbel, Stauraum und Akustikelemente konfigurieren wir im selben Projekt aus unserer Büro- und Objekteinrichtung. Unternehmen im süddeutschen Raum finden Details zur Serviceregion auf unserer Seite Objekteinrichtung im Raum Göppingen.
Kapitel 12
Systemtrennwände Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen: Wir planen und montieren bundesweit.
Wir sind kein regionaler Anbieter mit einem einzelnen Einzugsgebiet: Als Objekteinrichter planen, liefern und montieren wir Systemtrennwände deutschlandweit – unter anderem in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland. Aufmaß und Planung stimmen wir eng mit Ihrem Unternehmen ab, die Montage übernimmt unser Team direkt vor Ort im jeweiligen Bundesland. Das gilt unabhängig von der Unternehmensgröße – vom einzelnen Besprechungsraum bis zum kompletten Großraumbüro-Umbau.
Weil Trennwandsysteme vorgefertigt anreisen und trocken montiert werden, erfolgt die Montage unabhängig von der Jahreszeit und mit planbarer Dauer — auch im laufenden Betrieb, etappenweise und außerhalb der Kernarbeitszeit, wenn die Fläche währenddessen genutzt werden muss.
Kapitel 13
In Ausschreibungen und Anfragen tauchen für dieselbe Sache mehrere Begriffe auf, und sie meinen nicht dasselbe. Eine Bürotrennwand ist zunächst jede Wand, die eine Bürofläche unterteilt – auch eine gemauerte oder eine Trockenbauwand. Eine Systemtrennwand ist demgegenüber eine Wand aus vorgefertigten, aufeinander abgestimmten Bauteilen: Ständerprofil, Anschlussprofile, Füllelemente und Türelemente stammen aus einer Serie und lassen sich zerstörungsfrei demontieren und an anderer Stelle wieder aufbauen. Trennwandsysteme und Systemwände sind Sammelbegriffe für dieselbe Bauweise; modulare Wandsysteme und modulare Wände betonen die Rasterlogik. Der Unterschied ist nicht sprachlich, sondern wirtschaftlich. Eine Trockenbauwand ist beim Einbau günstiger und beim Rückbau teuer, weil sie zerstört wird und als Bauschutt anfällt. Eine Systemtrennwand kostet in der Anschaffung mehr und behält bei einer Umplanung einen Restwert, weil dieselben Elemente erneut verbaut werden. Wer Systemtrennwände für das Büro sucht, sucht in aller Regel genau diese Eigenschaft: eine Fläche, die sich ohne Baustelle neu ordnen lässt.
Wie sich beide Bauweisen über die Nutzungsdauer rechnen, führt unsere Seite zu den Kosten von Systemtrennwänden im Einzelnen aus.
| Bauweise | Rückbau | Wiederverwendbarkeit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Trockenbauwand | zerstörend, Bauschutt | keine | dauerhafte Grundrisse |
| Systemtrennwand | zerstörungsfrei, elementweise | hoch, Elemente bleiben erhalten | veränderliche Büroflächen, Mietflächen |
| Mobile Trennwand | werkzeuglos, im laufenden Betrieb | vollständig | Räume mit täglich wechselnder Nutzung |
Kapitel 14
Unter dem Stichwort Systemtrennwand Werkstatt wird ein eigener Anwendungsfall gesucht – einer mit anderen Anforderungen als das Bürogeschoss. Abgetrennt wird dort typischerweise ein Meisterbüro, eine Qualitätssicherung, ein Ersatzteillager oder ein Sozialraum – also eine ruhige, saubere Zone innerhalb einer lauten, staubigen Halle. Vier Punkte unterscheiden diese Aufgabe von der Büroplanung.
Erstens die Sichtverbindung: Wer die Halle im Blick behalten muss, braucht großzügige Verglasung, oft bis in Stehhöhe, und damit ein Element, das Sicht zulässt und Schall zurückhält. Zweitens die mechanische Beanspruchung am Wandfuß – Anfahrschutz durch Flurförderzeuge und Transportwagen ist in der Halle die Regel, im Büro die Ausnahme. Drittens die Raumhöhe: Hallen sind meist deutlich höher als 3 m, sodass die Wand entweder raumhoch bis zur Konstruktion geführt oder als eigenständige Raum-in-Raum-Zelle mit eigener Decke ausgeführt wird. Viertens die Reinigung: Glatte, fugenarme Oberflächen sind in Produktionsumgebungen ein funktionales und kein gestalterisches Kriterium. Welche Bauweise sich für welche dieser Situationen eignet, beschreiben unsere Beiträge zu Hallenbüro und Meisterbüro sowie zu Raum-in-Raum-Systemen.
Kapitel 15
Wer nach Systemtrennwand-Details sucht, sucht in aller Regel Anschlussdetails für die Ausführungsplanung. Vier davon bestimmen, ob eine Wand das leistet, was das Datenblatt verspricht. Der Deckenanschluss ist der wichtigste: Endet eine Wand an einer abgehängten Unterdecke statt an der Rohdecke, wandert Schall über den Deckenhohlraum in den Nachbarraum. Dieser Weg – bauphysikalisch die Flankenübertragung – begrenzt das erreichbare Ergebnis unabhängig davon, wie gut das Wandelement selbst ist. Wo ein raumhoher Anschluss nicht möglich ist, wird der Hohlraum in der Wandachse mit einem Deckenschott geschlossen. Der Bodenanschluss muss Toleranzen des Estrichs aufnehmen und zugleich dicht sein; eine offene Fuge unter der Wand wirkt akustisch wie ein Loch. Der Wandanschluss an die bestehende Massivwand braucht eine Bewegungsfuge, weil sich Bestandsbau und Systemwand unterschiedlich verformen. Und die Stoßfuge zwischen zwei Elementen entscheidet über das optische Ergebnis und darüber, ob die Wand später verlustfrei demontierbar bleibt. Diese vier Details gehören in die Ausschreibung, nicht in die Montageplanung – nachträglich sind sie nur mit Rückbau zu ändern.
| Detail | Was daran hängt | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| Deckenanschluss | erreichbarer Schallschutz zwischen den Räumen | Wand endet an der abgehängten Decke, Hohlraum bleibt offen |
| Bodenanschluss | Dichtheit, Ausgleich von Estrichtoleranzen | offene Fuge unter dem Element |
| Wandanschluss | Rissfreiheit am Übergang zum Bestand | starrer Anschluss ohne Bewegungsfuge |
| Stoßfuge | Optik und spätere Demontierbarkeit | verklebte statt geklemmter Fuge |

Kapitel 16
Beim Stichwort Systemtrennwände Schallschutz wird regelmäßig eine einzige Zahl verglichen – der Schalldämmwert des Wandelements aus dem Prüfzeugnis. Diese Zahl stammt aus dem Prüfstand und beschreibt das Bauteil unter Laborbedingungen. Was am Ende im Raum ankommt, ist das Bau-Schalldämm-Maß, und es liegt praktisch immer darunter, weil Schall zusätzlich über flankierende Bauteile läuft: über die abgehängte Decke, den Doppelboden, die Fassade und über Installationsöffnungen. Für die Praxis folgen daraus drei Konsequenzen.
Erstens: Zwei Wände mit identischem Laborwert liefern in zwei Gebäuden unterschiedliche Ergebnisse. Zweitens: Ein Türelement ist stets die schwächste Stelle der Wand; eine Wand mit Tür wird deshalb immer vom Türwert her gedacht, nicht vom Wandwert. Drittens: Ein höherer Wandwert ohne Ertüchtigung der Flanken verpufft. Welche Kennwerte die Normung vorgibt und wo ihre Grenzen liegen, ordnet unser Beitrag zur DIN 4109; die raumakustische Seite – also die Frage, ob ein Raum hallt – behandelt die DIN 18041. Maßnahmen für ganze Flächen fasst unsere Seite zur Büroschalldämmung zusammen.
Kapitel 17
Die Position einer Systemtrennwand ist nicht nur eine Gestaltungsfrage. Sie legt fest, wie breit die entstehenden Flure sind und wie groß die entstehenden Räume – und beides ist geregelt. Die lichte Mindestbreite eines Verkehrswegs bemisst sich nach der ASR A1.8 nach der Anzahl der Personen, die ihn nutzen müssen; sie beträgt 0,90 m bis 5 Personen und 1,20 m bereits ab 21 Personen. Die Mindestgrundfläche eines Arbeitsraums beträgt nach der ASR A1.2 mindestens 8 m² für den ersten und mindestens 6 m² für jeden weiteren Arbeitsplatz – und zwar in jedem Raum, der durch die Teilung neu entsteht. Weil dieser 8-m²-Sockel bei jeder Teilung erneut anfällt, kostet eine zusätzliche Wand rechnerisch Kapazität. Wer beides vor der Festlegung des Achsrasters prüft, vermeidet den teuersten Fall im Trennwandbau: eine montierte Wand, die versetzt werden muss. Die Zahlenwerke im Einzelnen führen unsere Beiträge zu den Verkehrswegen nach ASR A1.8 und zu den Raumabmessungen nach ASR A1.2.
Branchenübergreifend bewährt – jede Konfiguration auf den jeweiligen Einsatz ausgelegt.
Preise pro m², Kostentreiber und 3 durchgerechnete Beispiele.
Wirkung und Kosten der 4 Akustik-Ebenen im Vergleich.
Ganzglas-Trennwände ohne sichtbare Profile – für maximales Tageslicht.
Office-Pods und Absorber, um Sprachverständlichkeit gezielt zu steuern.
Möbel und Stauraum, die zu Ihrer neuen Raumstruktur passen.
Je nach Ausführung (Vollwand, Glaselemente, Schallschutzklasse, Türsystem) bewegen sich Systemtrennwände zwischen ca. 280 € und 750 € pro m² inkl. Lieferung und Montage. Wir erstellen ein verbindliches Festpreisangebot nach Aufmaß.
Eine Bürofläche von 200 m² wird in 3 bis 5 Werktagen umgesetzt. Auf Wunsch montieren wir nachts oder am Wochenende, damit Ihr Betrieb nicht unterbrochen wird.
Unsere Systemtrennwände erreichen Rw-Werte von 35 dB (Standard) bis 52 dB (Konferenzausführung) – geprüft nach DIN EN ISO 10140. Damit eignen sie sich auch für vertrauliche Besprechungen, HR-Räume und Boardrooms.
Ja. Wir liefern Ausführungen in F30, F60 und F90 mit gültigen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ). Damit erfüllen Sie die Anforderungen der Landesbauordnungen für Flucht- und Rettungswege.
Genau das ist der Vorteil: alle Profile, Paneele und Türen sind demontierbar und wiederverwendbar. Bei einem Umzug oder Flächenwechsel nehmen Sie das System einfach mit.
Ja, wir liefern alle Zulassungsdokumente, Verwendbarkeitsnachweise und Übereinstimmungserklärungen, die der Prüfsachverständige oder die Bauaufsicht benötigt.
Ein modulares Wandsystem für Büros beginnt bei ca. 280 €/m² für die Standardausführung inkl. einer Tür und reicht bis rund 700 €/m² für die Konferenzausführung mit Doppelverglasung und Rw 52 dB Schallschutz – jeweils inkl. Lieferung und Montage.
Beide Begriffe meinen im Alltag dasselbe: nicht-tragende, vorgefertigte und reversibel montierbare Innenwände. „Modulares Wandsystem“ betont stärker die freie Kombinierbarkeit von Vollwand-, Glas- und Akustikelementen innerhalb desselben Rasters. Klassische Trennwände können auch fest verklebt sein – unsere Systemtrennwände sind es nicht.
Gerade dort. Weil das modulare Wandsystem trocken montiert und beim Auszug rückstandsfrei demontiert werden kann, erfüllt es typische Rückbaupflichten aus Gewerbemietverträgen und lässt sich am neuen Standort wieder aufbauen.
Für eine Bürofläche von rund 200 m² planen wir 3–5 Werktage. Weil keine Putz- oder Trocknungszeiten anfallen, sind die Räume in der Regel direkt am Folgetag der Montage nutzbar.
Ja. Wir planen, liefern und montieren Systemtrennwände bundesweit, unter anderem in Bayern und Norddeutschland. Aufmaß und Planung erfolgen in Abstimmung mit Ihrem Unternehmen, die Montage übernimmt unser Team direkt vor Ort.
Ja – das ist einer der zentralen Vorteile gegenüber Festbauten: Modulare Systemtrennwände lassen sich durch zusätzliche Elemente erweitern oder in andere Räume versetzen, ohne dass eine neue Wand von Grund auf gebaut werden muss.
In der Sache keiner, was die Bauweise angeht: Beides sind modulare, demontierbare Wandsysteme aus vorgefertigten Elementen. „Systemwand“ wird als Oberbegriff etwas weiter verwendet und umfasst auch Schrank- und Möbelwände. „Systemtrennwand“ bezeichnet die raumtrennende Ausführung mit definierter Schalldämmung und definiertem Brandverhalten – die Variante, die für Büroflächen relevant ist.
Systemtrennwände sind modulare, wiederverwendbare Wandsysteme aus einem Ständerraster und austauschbaren Füllungen. Sie werden trocken montiert, lassen sich versetzen und erlauben, Vollwand, Glastrennwände und Kombiwand innerhalb derselben Achse zu mischen.
Die Bauweise ist darauf angelegt, Elemente bei einem Umbau wiederzuverwenden statt sie abzubrechen. Ob das im Einzelfall aufgeht, hängt an der sortenreinen Trennbarkeit von Rahmen, Füllung und Dichtung und an der Nachlieferbarkeit einzelner Elemente. Beides sollten Sie sich vor der Vergabe schriftlich geben lassen.
Bei den reinen Herstellkosten je Quadratmeter liegt der Trockenbau in der Regel darunter. Der Unterschied entsteht über die Nutzungsdauer: Eine Systemwand wird bei einer Flächenänderung versetzt, eine Trockenbauwand abgebrochen und neu errichtet. Je häufiger sich der Zuschnitt ändert, desto deutlicher fällt der Vergleich zugunsten des Systems aus.
Bürotrennwand ist der Oberbegriff für jede Wand, die eine Bürofläche unterteilt – auch eine Trockenbauwand. Eine Systemtrennwand besteht aus vorgefertigten, aufeinander abgestimmten Bauteilen einer Serie und lässt sich zerstörungsfrei demontieren und andernorts wieder aufbauen. Trennwandsysteme, Systemwände und modulare Wandsysteme bezeichnen dieselbe Bauweise.
Ja, allerdings mit anderen Anforderungen als im Büro. Für eine Systemtrennwand in der Werkstatt sind vier Punkte maßgeblich: großzügige Verglasung für die Sichtverbindung in die Halle, Anfahrschutz am Wandfuß, die Führung bis zur Konstruktion oder die Ausführung als Raum-in-Raum-Zelle wegen der Hallenhöhe sowie glatte, fugenarme Oberflächen für die Reinigung.
Vier Anschlussdetails: der Deckenanschluss, weil er über die Flankenübertragung den erreichbaren Schallschutz begrenzt, der Bodenanschluss wegen Dichtheit und Estrichtoleranzen, der Wandanschluss an den Bestand mit Bewegungsfuge sowie die Stoßfuge zwischen den Elementen, die über Optik und spätere Demontierbarkeit entscheidet.
Der Wert aus dem Prüfzeugnis beschreibt das Element im Prüfstand. Im Gebäude liegt das Ergebnis darunter, weil Schall zusätzlich über flankierende Bauteile läuft – über die abgehängte Decke, den Doppelboden und die Fassade. Bei Systemtrennwänden mit Schallschutzanforderung sind deshalb der Deckenanschluss und das Türelement maßgeblich, nicht allein der Wandwert.