Mobile Trennwände & Faltwände: Kosten, Systeme, Akustik
Wenn Räume mitwachsen sollen: welche mobilen Trennwandsysteme es gibt, was sie kosten und wo ihre akustischen Grenzen liegen.
Mobile Trennwände klingen nach der einfachen Lösung: flexibel, ohne Bauantrag, jederzeit umbaubar. In der Praxis ist die Bandbreite riesig – von der 300 € teuren Stellwand bis zur 1.400 €/m² schweren Akustik-Faltwand mit Deckenlaufwerk. Dieser Ratgeber sortiert die Systeme nach Nutzen, Akustik und Kosten.
Systeme im Überblick
- Freistehende Stellwände: 1,4–1,8 m hoch, mit Standfuß oder Rollen. Für Sichtschutz und Zonierung. Rw ~18–25 dB.
- Mobile Faltwände: Deckenlaufsystem, meterhoch, akustisch wirksam. Rw bis 48 dB. Ideal für teilbare Seminarräume.
- Schiebewände (mobile Trennwandsysteme): Einzelelemente in Deckenschiene, parkbar an der Wand. Rw 40–52 dB.
- Vorhang-/Textilsysteme: Sehr günstig, akustisch dämpfend statt dämmend. Für Sichtschutz in offenen Flächen.
Kosten & Preisfaktoren
| System | Preis/m² | Rw (dB) |
|---|---|---|
| Stellwand freistehend | 280–650 € | 18–25 |
| Mobile Faltwand | 700–1.400 € | 38–48 |
| Schiebewand-System | 950–1.800 € | 40–52 |
| Vorhang, akustisch | 120–320 € | – |
Kostentreiber sind Deckenlaufwerk (statt Bodenführung), Schalldämmwert, Oberfläche (Textil, Melamin, Furnier) und motorische Bedienung. Vergleichszahlen für feste Systeme: Systemtrennwände Kosten.
Schienensysteme: Aufbau, Varianten und was sie kosten
Bei allen mobilen Wandsystemen oberhalb der freistehenden Stellwand entscheidet das Schienensystem über Bedienbarkeit, Akustik und Preis. Der Standard ist die Deckenlaufschiene: Die Elemente hängen an Laufwagen, der Boden bleibt frei. Eine Bodenschiene wird höchstens als Führung eingesetzt, nicht zur Lastabtragung – sie wäre eine Stolperkante, ein Schmutzfänger und eine akustische Schwachstelle zugleich.
Die Ausführung der Schiene bestimmt, wohin die Elemente verschwinden, wenn die Wand offen ist. Genau daran hängt der Preis:
| Ausführung | Typische Anwendung | Preisband des Gesamtsystems | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Einbahnige Deckenschiene, gerade | Teilbarer Seminar- oder Besprechungsraum | 700–1.400 €/m² (Faltwand) | Einfachste und günstigste Variante, Elemente parken am Wandende |
| Mehrbahnige Schiene mit Weiche | Elemente seitlich in eine Nische oder einen Parkraum abstellen | 950–1.800 €/m² (Schiebewand) | Weichen sind der größte Einzelkostentreiber am Laufwerk |
| Schiene mit Kurvenführung | Umlenkung um eine Ecke in einen separaten Parkraum | 950–1.800 €/m² (Schiebewand) | Erfordert exakte Deckenplanung, geringste Toleranz |
| Ohne Schiene (freistehende Stellwand) | Sichtschutz, kurzfristige Zonierung | 280–650 €/m² | Keine Schiene nötig, dafür akustisch klar begrenzt |
Die Preisbänder entsprechen der Kostentabelle weiter oben – das Schienensystem ist darin enthalten und nicht separat kalkuliert. Wer nur die Schiene isoliert bepreisen lässt, bekommt keine belastbare Zahl, weil Laufwerk, Elementgewicht und Deckenanschluss zusammen kalkuliert werden.
Vier Punkte treiben den Preis nach oben: eine halbautomatische statt manuellen Bedienung, jede Weiche und jede Kurve im Schienenverlauf, ein Deckenanschluss in einer abgehängten Decke (dort braucht die Schiene eine eigene Unterkonstruktion bis zur Rohdecke) und die Frage, ob ein separater Parkraum vorhanden ist oder erst geschaffen werden muss. Der letzte Punkt wird in der Planung regelmäßig übersehen: Eine 8 m lange Faltwand braucht im geöffneten Zustand rund 1,0–1,5 m Stapeltiefe – Fläche, die im Layout niemandem gehört und deshalb gern verplant wird. Anders sieht die Rechnung aus, wenn stattdessen eine dauerhaft geschlossene Einheit gebraucht wird.
Statisch relevant ist die Deckenlast von 40–70 kg pro laufendem Meter Schiene. In Bestandsgebäuden mit abgehängter Decke ist das der Punkt, der vor allem anderen zu klären ist – nicht die Wand selbst.
Faltwand oder Schiebewand? Die Bauartentscheidung
Faltwand und Schiebewand werden im Sprachgebrauch oft gleichgesetzt, sind aber zwei verschiedene Bauarten mit unterschiedlichen Folgen für Layout, Bedienung und Preis. Bei der Faltwand sind die Elemente paarweise über Scharniere miteinander verbunden und laufen als zusammenhängender Zug in einer Schiene; beim Öffnen legen sie sich ziehharmonikaartig zusammen. Bei der Schiebewand ist jedes Element einzeln aufgehängt und wird einzeln bewegt – die Elemente stehen am Ende nebeneinander, nicht ineinander.
Für die Planung ist das kein Detail, sondern die Frage, wo die geöffnete Wand hinkommt.
| Kriterium | Faltwand | Schiebewand (Einzelelemente) |
|---|---|---|
| Elementverbindung | fest verbunden über Scharniere | einzeln aufgehängt, frei positionierbar |
| Parkposition | gefaltet am Ende der Laufstrecke, in der Wandflucht | gestapelt in Nische oder separatem Parkraum |
| Schienenbedarf | einbahnig, gerade genügt | Weiche oder Kurvenführung nötig |
| Bedienung | ein Zug, 30–90 s manuell für 6 m | Element für Element, dafür Teilöffnung möglich |
| Schalldämmung Rw | 38–48 dB | 40–52 dB |
| Preisband des Gesamtsystems | 700–1.400 €/m² | 950–1.800 €/m² |
Daraus folgt eine einfache Entscheidungsregel: Die Faltwand ist die Wahl, wenn der Raum keinen Parkraum hergibt – sie braucht nur die Wandflucht am Ende der Laufstrecke. Die Schiebewand ist die Wahl, wenn ein Parkraum vorhanden ist oder eine Nische ohnehin gebaut wird, und wenn die Wand auch teilweise geöffnet werden soll. Das kann eine Faltwand bauartbedingt nicht: Sie ist offen oder geschlossen.
Drei Punkte, die bei Faltwänden regelmäßig zu spät auffallen:
- Die Schlupftür. Wenn während einer laufenden Veranstaltung jemand die geschlossene Wand passieren soll, braucht es ein Element mit integrierter Tür. Nachträglich ist das nicht ergänzbar, weil Elementbreite, Scharnierteilung und Laufwerk darauf ausgelegt sein müssen. Die Tür ist außerdem – wie bei jeder Wand – das akustisch schwächste Bauteil.
- Die Faltrichtung. Ob sich der Zug nach links oder nach rechts legt, entscheidet darüber, ob die geöffnete Wand später vor einem Fenster, einer Tür oder einer Elektroverteilung steht. Das gehört in den Grundriss, nicht in die Montageplanung.
- Der Deckenanschluss. Die Schiene trägt 40–70 kg je laufendem Meter. In einer abgehängten Decke braucht sie eine eigene Unterkonstruktion bis zur Rohdecke – und diese Unterkonstruktion muss vor der Deckenmontage stehen, nicht danach.
Ein Hinweis zur Begriffslage: „Faltwand" wird außerhalb des Objektbaus auch für ganz andere Produkte verwendet – von Glas-Faltwänden im Wintergarten über Faltwände für Sporthallen bis zu Badewannen-Faltwänden. Die hier genannten Werte beziehen sich ausschließlich auf raumhohe Faltwandsysteme im Objektbau, also auf teilbare Seminar-, Schulungs- und Besprechungsräume.
Akustik & Schalldämmung
Die akustische Schwachstelle mobiler Systeme sind die Fugen. Selbst hochwertige Faltwände verlieren am Boden, an der Decke und zwischen den Elementen 5–10 dB gegenüber dem Prüflaborwert. Für vertrauliche Gespräche (Personalgespräch, Arztzimmer) reichen sie oft nicht – dort empfehlen wir feste Systemtrennwände oder Akustiklösungen mit geprüfter Fuge.
Wann mobil, wann fest?
- Mobil, wenn Raumnutzung wöchentlich wechselt (Schulung, Event, Coworking).
- Mobil, wenn Mietvertrag < 3 Jahre und rückbaubar sein muss.
- Fest, wenn Zonierung stabil bleibt – bessere Akustik pro Euro.
- Fest, wenn Brandschutzabschnitte oder Fluchtwege betroffen sind.
Planungshinweise
Deckenlast prüfen (Faltwände wiegen 40–70 kg/m Laufschiene), Bodenniveau innerhalb ±3 mm halten, ausreichend Parkraum für zusammengeschobene Elemente einplanen. Details zur Gesamt-Layoutplanung: Büroplanung-Checkliste. Für Planung, Fertigung und Montage aus einer Hand wählen Unternehmen typischerweise einen Objekteinrichter, der mobile und feste Systeme innerhalb eines Projekts kombiniert.
Mobile Bürowände im Betrieb: Bedienung, Verschleiß und Begriffe
Für dieselbe Produktgruppe kursieren mehrere Bezeichnungen: mobile Trennwände, mobile Bürowände, mobile Raumteiler oder – im Ausschreibungsdeutsch – mobile Bürotrennwände. Gemeint ist in aller Regel dasselbe: ein Wandsystem, das ohne Bauleistung bewegt werden kann. Unterschieden werden sollte nur zwischen freistehenden Systemen (Stellwand, Rollwand) und geführten Systemen (Falt- und Schiebewand in der Deckenschiene) – dieser Unterschied bestimmt Akustik, Preis und Planungsaufwand, nicht der Name; wie er sich auf offenen Flächen auswirkt, zeigt unser Ratgeber zu Trennwänden im Großraumbüro.
Im laufenden Betrieb sind drei Größen entscheidend. Die Bedienzeit liegt bei manueller Bedienung bei 30–90 Sekunden für 6 m Wandlänge, halbautomatisch bei 15–30 Sekunden. Das klingt nebensächlich, entscheidet aber darüber, ob eine Wand im Alltag tatsächlich bewegt wird – Systeme, deren Umbau länger dauert als die Pause zwischen zwei Terminen, bleiben erfahrungsgemäß stehen. Der Verschleiß konzentriert sich auf die Dichtungen an Boden und Decke: Sie sind das Bauteil, das die im Prüflabor gemessene Dämmung überhaupt erst in die Fläche bringt, und zugleich das Bauteil, das zuerst nachlässt. Und das Bodenniveau muss über die gesamte Laufstrecke innerhalb von ±3 mm liegen; größere Abweichungen lassen sich nur über größere Dichtungsspalte ausgleichen, und die kosten direkt Schalldämmung.
Wer eine mobile Wand plant, sollte deshalb schon in der Ausschreibung nach Wartungsintervall, Ersatzteilverfügbarkeit und Nachstellbarkeit der Dichtungen fragen. Bei fest installierten Systemtrennwänden entfällt dieser Punkt – ein Grund mehr, die Entscheidung mobil gegen fest nüchtern zu rechnen.
Mobile Trennwände im Systemvergleich: Faltwand, Schiebewand, Stellwand
Mobile Trennwände heißen drei Bauarten, die im Betrieb kaum etwas gemeinsam haben. Die Faltwand besteht aus schmalen, gelenkig verbundenen Elementen, die sich wie eine Ziehharmonika zusammenschieben; sie braucht wenig Parkfläche, hat aber viele Fugen und damit viele Dichtungsebenen, die alle funktionieren müssen. Die Schiebewand fährt Einzelelemente nacheinander in eine Parkposition; sie hat weniger Fugen und erreicht deshalb in der Regel die höheren Schalldämmwerte, verlangt dafür aber eine feste Parkfläche, die dauerhaft nicht anders genutzt werden kann. Die freistehende Stellwand schließlich ist keine Raumtrennung, sondern eine Abschirmung; sie steht auf Rollen oder Füßen und lässt sich von einer Person versetzen. Die drei Bauarten bieten damit verschiedene Kompromisse zwischen Dichtigkeit, Platzbedarf und Beweglichkeit – anders als raumhohe Systemtrennwände. Wer nach mobilen Trennwänden sucht, sollte deshalb zuerst festlegen, wie oft die Wand tatsächlich bewegt wird – täglich, wöchentlich oder zweimal im Jahr. Aus dieser einen Zahl folgt die Bauart fast von selbst.
| Bauart | Parkfläche | Fugen und Dichtungen | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Faltwand | gering, Elemente falten zusammen | viele – jede Fuge muss dicht schließen | Räume, die mehrmals pro Woche geteilt werden |
| Schiebewand | fest, Elemente brauchen eine Parkzone | wenige – meist die besseren Werte | Seminar- und Konferenzflächen mit festem Rhythmus |
| Stellwand | keine – sie steht im Raum | keine dichtende Ebene | Abschirmung einzelner Plätze, tägliche Umstellung |
Warum mobile Trennwände ihren Rw-Wert am Bau nie erreichen
Der in Prospekten genannte Rw-Wert ist ein Laborwert des Bauteils. Am Bau zählt das Bau-Schalldämm-Maß, das den gesamten Trennweg zwischen zwei Räumen beschreibt – einschließlich aller Wege, die um das Bauteil herumführen. Bei mobilen Trennwänden sind genau diese Wege die Schwachstelle, und zwar aus drei baulichen Gründen. Erstens läuft die Wand fast immer gegen eine Unterdecke; ist die Deckenkammer darüber durchgehend, wandert der Schall ungehindert darüber hinweg, sofern keine Abschottung bis zur Rohdecke eingebaut ist. Zweitens gilt dasselbe für den Doppelboden. Drittens hat jede bewegliche Wand umlaufende Dichtungen, die verschleißen, verschmutzen und nachjustiert werden müssen; eine einzige nicht anliegende Bodendichtung kostet mehr Dämmung als jede Materialentscheidung sie einbringt. Für die Ausschreibung folgt daraus eine einfache Konsequenz: Fordern Sie den Kennwert für die fertige Trennung im eingebauten Zustand an, nicht den Prospektwert des Elements, und lassen Sie Deckenabschottung und Bodenanschluss ausdrücklich mit ausschreiben. Ohne diese beiden Positionen ist der genannte Wert eine Rechengröße ohne Bezug zum späteren Raum.
| Ebene | Was sie beschreibt | Wer sie beeinflusst |
|---|---|---|
| Rw des Elements | Laborwert des Wandbauteils allein | Hersteller |
| Nebenweg Decke | Schallweg über die durchgehende Deckenkammer | Ausbau- und Abschottungsplanung |
| Nebenweg Boden | Schallweg über den Doppelboden | Ausbau- und Abschottungsplanung |
| Dichtungen | Anpressdruck an Boden, Decke und zwischen den Elementen | Montage und laufende Wartung |
Quellen: ASR A3.7, Abschnitt 5: Pegelwerte und raumakustische Anforderungen und VDI 2569 – Schallschutz und akustische Gestaltung in Büros.
Welche Anforderung die Fläche stellt – ASR A3.7 und VDI 2569
Bevor eine Bauart feststeht, sollte die Zielgröße bekannt sein. Die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 „Lärm“ ordnet Tätigkeiten drei Kategorien zu: Kategorie I verlangt hohe Konzentration oder hohe Sprachverständlichkeit und lässt einen Beurteilungspegel von 55 dB(A) nicht überschreiten, Kategorie II mittlere Konzentration mit 70 dB(A), Kategorie III fordert eine Minderung so weit wie möglich. Die Regel enthält zusätzlich raumakustische Anforderungen einschließlich der Nachhallzeit. Ergänzend beschreibt die VDI 2569 in der Fassung von Oktober 2019 Raumklassen für Büros; für große Mehrpersonenbüros zieht sie die räumliche Abklingrate D2,S und den Sprachpegel in vier Metern Entfernung nach DIN EN ISO 3382-3 heran. Für die Praxis heißt das: Eine mobile Trennwand kann eine Raumtrennung herstellen, aber sie ersetzt keine raumakustische Planung. Wird der geteilte Raum anschließend in beiden Hälften nachhallig, ist die Anforderung trotz geschlossener Wand nicht erfüllt.
- Tätigkeitskategorie nach ASR A3.7 für beide Raumhälften bestimmen.
- Kennwert für die eingebaute Trennung fordern, nicht den Prospektwert des Elements.
- Deckenabschottung bis zur Rohdecke und Bodenanschluss getrennt ausschreiben.
- Parkfläche der geöffneten Wand im Grundriss festlegen, bevor bestellt wird.
- Wartungsintervall für die umlaufenden Dichtungen vertraglich vereinbaren.
Häufige Fragen
Was kosten mobile Trennwände pro Meter?
Freistehende Stellwände liegen bei 280–650 €/m², mobile Faltwände mit Akustikkern bei 700–1.400 €/m². Der Preis hängt stark von Höhe, Schalldämmung (Rw) und Oberfläche ab.
Welche Schalldämmung ist realistisch?
Freistehende Stellwände erreichen 18–25 dB, hochwertige mobile Faltwände 38–48 dB Rw. Für echte Raum-in-Raum-Trennung sind fest installierte Systemtrennwände (bis 54 dB) meist die bessere Wahl.
Sind mobile Trennwände genehmigungspflichtig?
In der Regel nein – solange sie keine tragende Funktion haben, keinen Brandabschnitt bilden und Fluchtwege nicht verengen. Prüfen Sie Brandschutzkonzept und Versammlungsstättenverordnung im Einzelfall.
Wie schnell lässt sich eine Faltwand bedienen?
Manuell 30–90 Sekunden für 6 m Wandlänge, halbautomatisch 15–30 Sekunden. Deckenlaufsysteme sind schneller und leiser als Bodenführungen.
Mobile Trennwand oder Systemtrennwand?
Mobil, wenn Sie den Raum regelmäßig (mind. wöchentlich) umkonfigurieren. Fest, wenn die Zonierung stabil bleibt – dann bekommen Sie mehr Akustik pro Euro.
Was kostet ein Schienensystem für mobile Trennwände?
Das Schienensystem wird nicht separat, sondern als Teil des Gesamtsystems kalkuliert. Mobile Faltwände mit Deckenlaufschiene liegen bei 700–1.400 €/m², Schiebewand-Systeme mit mehrbahniger Schiene oder Kurvenführung bei 950–1.800 €/m². Preistreiber sind Weichen, Kurven, halbautomatische Bedienung und der Deckenanschluss in abgehängten Decken.
Deckenlaufschiene oder Bodenschiene?
In der Praxis fast immer Deckenlaufschiene. Die Elemente hängen an Laufwagen, der Boden bleibt frei. Eine Bodenschiene dient allenfalls als Führung – als tragendes Element wäre sie Stolperkante und akustische Schwachstelle. Voraussetzung ist eine Decke, die 40–70 kg pro laufendem Meter Schiene aufnimmt.
Wie viel Platz brauchen die Elemente im geöffneten Zustand?
Rund 1,0–1,5 m Stapeltiefe bei etwa 8 m Wandlänge, abhängig von Elementbreite und Materialstärke. Dieser Parkraum gehört in die Layoutplanung – wird er vergessen, steht die geöffnete Wand später in einer Verkehrsfläche.
Was ist der Unterschied zwischen Faltwand und Schiebewand?
Bei der Faltwand sind die Elemente über Scharniere fest miteinander verbunden und legen sich beim Öffnen ziehharmonikaartig am Ende der Laufstrecke zusammen. Bei der Schiebewand ist jedes Element einzeln aufgehängt und wird einzeln in eine Nische oder einen Parkraum gefahren. Die Faltwand braucht nur eine gerade, einbahnige Schiene und keinen Parkraum; die Schiebewand braucht Weiche oder Kurve, erlaubt dafür eine teilweise Öffnung.
Kann eine Faltwand eine Tür haben?
Ja, über ein Element mit integrierter Schlupftür. Das muss allerdings von Anfang an mitbestellt werden, weil Elementbreite, Scharnierteilung und Laufwerk darauf ausgelegt sein müssen – nachträglich lässt sich eine Schlupftür nicht ergänzen. Wie bei jeder Wand ist die Tür das akustisch schwächste Bauteil.
Weiterlesen
Passende Themen
Unverbindliches Konzept in 48 Stunden.
Schicken Sie uns Grundriss oder Fotos – Sie bekommen Ausführungsvorschlag, Budget-Range und Termin.