Ratgeber · Planung

Raum-in-Raum-System fürs Büro: Technik, Kosten, Auswahl

Ein Raum-in-Raum-System – häufig auch als Raum in Raum System geschrieben – schafft geschlossene Bereiche in offenen Flächen, ohne die Fläche baulich zu teilen. Welche Bauweise wofür passt, was moderne Raum-in-Raum Systeme akustisch leisten können und wo die Grenzen liegen, steht auf dieser Seite.

Aktualisiert 14. August 20268 min LesezeitRedaktion Die Objekteinrichtung

Ein Raum-in-Raum-System – häufig auch als Raum in Raum System geschrieben – schafft geschlossene Bereiche in offenen Flächen, ohne die Fläche baulich zu teilen. Welche Bauweise wofür passt, was moderne Raum-in-Raum Systeme akustisch leisten können und wo die Grenzen liegen, steht auf dieser Seite.

Was ist ein Raum-in-Raum-System?

Ein Raum-in-Raum-System ist eine freistehende, meist selbsttragende Raumzelle innerhalb eines bestehenden Gebäudes. Sie ist statisch unabhängig von Bestandswänden und -decke und kommt – anders als eine Systemtrennwand – ohne festen Anschluss an die Gebäudehülle aus. Typische Bauarten sind modulare Holzständer-Konstruktionen mit Glasfronten, Stahl-Glas- Raumzellen oder werksvorgefertigte Raummodule, die vor Ort nur noch zusammengesetzt werden.

Bauarten im Überblick

  • Modulares Hallenbüro (Holz/Glas): Holzständer-Konstruktion mit Floatglas-Fronten, klassische Bauform für einzelne Büros in Hallen und Lagerflächen.
  • Stahl-Glas-Raumzelle: filigranere Profile, höhere Transparenz, industrieller Look, meist für repräsentativere Nutzung.
  • Werksvorgefertigtes Raummodul: im Werk vorgefertigt, vor Ort nur noch montiert – deutlich kürzere Bauzeit als bei der klassischen Konstruktion.
  • Freistehender Office-Pod: kleinste, werksgefertigte Variante für 1–6 Personen, siehe Office Pods im Vergleich.

Kosten & Preisfaktoren

BauartPreis/m² (Richtwert)Montagezeit
Modulares Hallenbüro (Holz/Glas)ab ca. 500 €1–2 Wochen
Stahl-Glas-Raumzelle650–1.100 €2–3 Wochen
Werksvorgefertigtes Raummodul800–1.400 €wenige Tage vor Ort
Freistehender Office-Pod (bis ca. 10 m²)Stückpreis 4.900–32.000 €1 Tag

Kostentreiber sind der Glasanteil, statische Anforderungen an die freitragende Konstruktion, ein eventueller Teil-Deckenanschluss, technische Ausstattung (Lüftung, Elektro) sowie Sondermaße. Vergleichszahlen für fest angeschlossene Systeme finden Sie unter Systemtrennwände Kosten.

Abgrenzung zu Systemtrennwänden & Office-Pods

Eine Systemtrennwand ist ein modulares Wandsystem, das an Bestandswände und -decke anschließt – die richtige Wahl für die dauerhafte Zonierung großer Flächen. Ein Raum-in-Raum-System steht dagegen freistehend im Raum: ideal, wenn kein Deckenanschluss möglich oder erlaubt ist, oder wenn die Fläche komplett rückbaubar bleiben muss, etwa bei befristeten Mietverträgen. Der Office-Pod ist die kleinste, werksgefertigte Ausprägung eines Raum-in-Raum-Systems für 1–6 Personen; Preise dazu auch unter Akustikkabinen Preise.

Wann lohnt sich ein Raum-in-Raum-System?

  • Bei geringer Deckenhöhe oder wenn ein Anschluss an die Bestandsdecke nicht möglich oder nicht erlaubt ist.
  • Bei geplantem Rückbau oder Umzug innerhalb weniger Jahre und entsprechender Mietvertragslage.
  • Wenn eine einzelne Raumzelle – etwa ein Meisterbüro oder Schulungsraum – in einer großen Halle entstehen soll.
  • Wenn kurze Lieferzeiten gefragt sind: werksvorgefertigte Module sind schneller einsatzbereit als klassischer Trockenbau.

Planungshinweise

Vor der Ausschreibung sollten folgende Punkte geklärt sein:

  • Deckenlast am geplanten Standort geprüft?
  • Bodenebenheit dokumentiert – kritisch bei selbsttragenden Modulen?
  • Lüftung bzw. Klimatisierung für die geschlossene Zelle eingeplant?
  • Brandschutzkonzept mit Blick auf Fluchtwege abgestimmt?
  • Elektro- und Datenanschluss vorab geklärt?

Eine vollständige Checkliste für die Gesamt-Layoutplanung finden Sie unter Büroplanung-Checkliste. Für Planung, Fertigung und Montage aus einer Hand – ob Raum-in-Raum-System, Systemtrennwand oder Office-Pod – ist ein Objekteinrichter der richtige Ansprechpartner, der alle Bauformen innerhalb eines Projekts kombiniert. Für Vor-Ort-Termine planen und montieren wir Raum-in-Raum-Systeme im Raum Göppingen.

Die fünf Bauteile, die Preis und Wirkung eines Raum-in-Raum-Systems bestimmen

Ein Raum-in-Raum-System ist kein Möbelstück, sondern ein Bauteil aus fünf Komponenten, die einzeln kalkuliert werden. Wer nur die Grundfläche vergleicht, vergleicht Angebote, die unterschiedliche Dinge enthalten.

BauteilWas es bestimmtHäufigster Unterschied zwischen Angeboten
Rahmen und StänderwerkStatik, Versetzbarkeit, Maßtoleranzverschraubt und rückbaubar oder verklebt
WandpaneeleSchalldämmung, Oberfläche, Gewichtein- oder beidseitig beplankt, Dämmstoffdichte
VerglasungTransparenz, Schalldämmung, GewichtEinfachglas oder Verbundglas, Rahmenanschluss
DeckeSchalldämmung nach oben, Beleuchtung, Lüftungoffen, geschlossen oder begehbar
Türin der Praxis das schwächste GliedStandardtür, schallgedämmte Tür, Vollglastür

Die Tür ist dabei der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird. Das gilt für Kabinen genauso wie für feste Wände — die Rechnung dazu steht in unserem Ratgeber Trennwand mit Tür.

Schalldämmung: warum bei einer Kabine der Anschluss zählt, nicht das Prospektmaß

Eine feste Trennwand wird an Rohdecke, Boden und Fassade angeschlossen — dort entstehen die Nebenwege. Eine Kabine hat dieses Problem nicht, dafür ein anderes: Sie steht frei im Raum, und ihr Schallweg führt über die Bauteile, die sie bewohnbar machen. Genau die sind die Schwachstellen.

SchwachstelleWarum sie entstehtWas sie im Ergebnis kostet
Lüftungsöffnungjede Kabine braucht Luftwechselohne Schalldämpfer der größte Einzelverlust
Türfalz und Bodendichtungdie Tür muss beweglich bleibeneine undichte Bodendichtung wirkt wie ein offener Spalt
KabeldurchführungStrom und Netzwerk müssen hineinkleine Öffnungen, große Wirkung
Deckenfuge zur KabinendeckeMontagetoleranzbetrifft vor allem Kabinen ohne umlaufende Dichtung
AufstellflächeKörperschall über den Hallen- oder Bürofußbodenentkoppelte Aufstellung wirkt hörbar

Praktische Folge: Ein Herstellerwert für die Kabine gilt für den geprüften Aufbau im Labor. Aussagekräftig ist die Frage, welcher Wert einschließlich Lüftung, Tür und Verkabelung zugesagt wird. Die Systematik dahinter — Labormaß gegen Baumaß — erklären wir ausführlich unter Büro-Schalldämmung.

Lüftung: die Größe, die über die tatsächliche Nutzungsdauer entscheidet

Der häufigste Grund, warum eine Kabine nach einigen Monaten leer steht, ist nicht die Akustik, sondern die Luft. Die ASR A3.6 bewertet die Raumluftqualität anhand der CO₂-Konzentration:

CO₂-KonzentrationBewertung nach ASR A3.6Konsequenz für die Kabine
unter 1.000 ppmhygienisch unbedenklichZielbereich für Arbeitsplätze
1.000 bis 2.000 ppmhygienisch auffälligLüftung muss verbessert werden
über 2.000 ppmhygienisch inakzeptabelAufenthalt nur kurzzeitig vertretbar

Eine geschlossene Einzelkabine mit wenigen Kubikmetern Luftvolumen erreicht den auffälligen Bereich bei durchgehender Nutzung schnell — deshalb ist eine mechanische Lüftung bei geschlossenen Systemen kein Zubehör, sondern Voraussetzung. Maßgeblich für die Auslegung ist die jeweils gültige Fassung der Regel und die konkrete Nutzung; die genannten Bereiche sind die Bewertungsstufen der ASR A3.6, keine Auslegungsrechnung.

Raum-in-Raum im Büro oder in der Halle — zwei verschiedene Aufgaben

Der Begriff Raum-in-Raum-System deckt zwei Bauaufgaben ab, die technisch wenig gemeinsam haben. Im Büro geht es um Sprachvertraulichkeit und Konzentration bei einem Grundgeräuschpegel von typischerweise 35 bis 45 dB(A). In einer Produktions- oder Lagerhalle geht es um eine Pegeldifferenz von 20 bis 35 dB gegenüber dem Hallenlärm, dazu um Staub, Hallenklima, Sichtbeziehung zur Fertigung und die Frage, ob der Einbau genehmigungsrelevant ist.

Diese Seite behandelt den Büro-Fall. Für den Hallen-Fall — Meisterbüro, Werkstattbüro, Lagerbüro — haben wir eine eigene Seite: Hallenbüro und Meisterbüro planen.

Luft im geschlossenen Korpus: die Rechnung, die kaum ein Anbieter aufmacht

Raum-in-Raum-Systeme werden über Schallschutz verkauft und über die Luft wieder abgewählt. Der Zusammenhang lässt sich überschlägig ausrechnen und ist der häufigste Grund, warum eine fertig gebaute Box später leer steht. Ein Mensch bei sitzender Tätigkeit gibt rund 18 bis 20 Liter Kohlendioxid pro Stunde ab. In einer einzelnen Telefonbox mit etwa 1,2 × 1,2 Metern Grundfläche und 2,2 Metern Höhe stehen rund 3,2 Kubikmeter Luft zur Verfügung. Ohne jeden Luftwechsel steigt der CO₂-Gehalt darin um etwa 5.700 ppm pro Stunde. Von einem Ausgangswert um 600 ppm aus ist der Leitwert von 2.000 ppm der Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes damit nach rund einer Viertelstunde erreicht. Das bedeutet nicht, dass die Luft gefährlich wird – es bedeutet, dass konzentriertes Arbeiten in einem Raum-in-Raum-System ohne wirksame Lüftung nach kurzer Zeit unangenehm wird. Die folgende Tabelle zeigt, welcher Luftwechsel welchen Beharrungswert einstellt. Sie ist eine Überschlagsrechnung bei vollständiger Durchmischung und einer einzelnen Person; ein zweiter Nutzer verdoppelt die Werte, ein größeres Volumen senkt sie im selben Verhältnis. Belastbar ist am Ende nur die Messung in der gelieferten Ausführung.

CO₂-Beharrungswert in einer Ein-Personen-Box (3,2 m³, 18 l/h, Außenluft 600 ppm) – Überschlagsrechnung
Luftwechsel je StundeAnstieg gegenüber AußenluftWert im Beharrungszustand
0 (dicht, ohne Lüftung)kein Beharrungswert, ca. +5.700 ppm/h2.000 ppm nach ca. 15 Minuten
3ca. 1.900 ppmca. 2.500 ppm
6ca. 950 ppmca. 1.550 ppm
10ca. 570 ppmca. 1.170 ppm
15ca. 380 ppmca. 980 ppm

Schallschutz: warum ein Raum-in-Raum-System die Werte einer massiven Wand nicht erreicht

Die Erwartung an ein Raum-in-Raum-System ist meist die eines geschlossenen Besprechungsraums. Bauartbedingt lässt sich das nicht einhalten, und das hat einen einfachen Grund: Ein Raum-in-Raum-System steht frei im Raum. Es hat keine durchgehende Anbindung an Rohdecke und Rohboden, sondern eine umlaufende Fuge, eine Tür mit Dichtung und eine Lüftungsöffnung. Jede dieser drei Stellen ist eine Nebenwegübertragung. Ein bewertetes Schalldämm-Maß, das für die Wandplatte im Prüfstand gilt, beschreibt deshalb nicht die fertige Box. Für Kabinen und Möbelensembles wurde eigens ein anderer Kennwert geschaffen: die Sprachpegelminderung nach ISO 23351-1, die die komplette Einheit misst. Was ein Raum-in-Raum-System leisten kann, ist Vertraulichkeit im Sinne verminderter Sprachverständlichkeit im umgebenden Bereich – nicht die Trennung, die eine raumhohe Systemtrennwand mit Anschluss an Rohdecke und Estrich erreicht. Wo echte Vertraulichkeit gefordert ist, etwa bei Personalgesprächen oder in Praxisräumen, ist die feste Wand die richtige Bauweise. Beide Lösungen schließen sich nicht aus; sie lösen verschiedene Aufgaben.

  • Umlaufende Fuge zu Boden und Decke: unvermeidbar, weil die Einheit frei steht
  • Türdichtung: die schwächste Stelle jeder Kabine, unabhängig vom Wandaufbau
  • Lüftungsöffnung: jede wirksame Lüftung ist zugleich ein Schallweg
  • Flankenübertragung über den Boden, auf dem die Einheit steht
  • Fazit für die Planung: Kennwert der kompletten Einheit verlangen, nicht den Rw der Platte

Raum-in-Raum-System oder Trockenbau: die Entscheidung fällt vor dem Angebot

Die Frage, die vor jedem Angebot steht, ist nicht der Preis, sondern die Zuordnung: Wird die Einheit als Möbel behandelt oder als Bauteil? Daraus folgt fast alles Weitere. Eine in Modulbauweise gelieferte Raum-in-Raum-Einheit ist in aller Regel Einrichtung; sie steht auf dem fertigen Boden, wird verschraubt statt verankert und lässt sich ohne bauliche Spuren entfernen. Eine in Trockenbau errichtete Kabine ist ein Bauteil und teilt die Fläche dauerhaft. Für Mietflächen ist das der entscheidende Unterschied, weil die Rückbaupflicht am Mietende an baulichen Veränderungen hängt. Hinzu kommen zwei Punkte, die in der Praxis regelmäßig übersehen werden und die mit dem Brandschutzkonzept des Gebäudes abzustimmen sind: Ein geschlossener Korpus unterbricht die Wirkfläche von Sprinklern und Rauchmeldern über der Aufstellfläche, und die Beurteilung, ob eine Anzeige oder Genehmigung erforderlich ist, richtet sich nach der Landesbauordnung und ist Sache des Fachplaners. Diese Seite ersetzt diese Prüfung nicht, sie benennt sie. Wer beide Punkte vor der Bestellung klärt, spart die teuerste aller Varianten: die gelieferte und wieder abgebaute Box.

Modulbauweise und Trockenbau im Vergleich – die Punkte, die vor dem Angebot zu klären sind
KriteriumRaum-in-Raum in ModulbauweiseKabine in Trockenbau
Einordnungin der Regel EinrichtungBauteil
Aufbauzeit vor OrtStunden bis wenige Tagemehrere Tage bis Wochen
Umzug an einen anderen Ortvorgesehen, Module bleiben erhaltennicht vorgesehen, Abbruch
Rückbau in der Mietflächerückstandsfrei möglichRückbaupflicht prüfen
Schallschutzdurch Fuge, Tür und Lüftung begrenzthöher, bei Anschluss an Rohdecke deutlich höher
Brandschutz und SprinklerAbstimmung mit dem Brandschutzkonzept nötigTeil der Brandschutzplanung
Spätere Änderung des Zuschnittsflexibel, Module lassen sich ergänzennur durch Umbau

Häufige Fragen

Was ist ein Raum-in-Raum-System?

Ein Raum-in-Raum-System ist eine freistehende, meist selbsttragende Raumzelle innerhalb einer bestehenden Halle oder eines Großraumbüros. Anders als eine Systemtrennwand ist sie statisch unabhängig von Bestandswänden und -decke und kommt ohne festen Anschluss an die Gebäudehülle aus.

Was kostet ein Raum-in-Raum-System pro m²?

Einfache modulare Hallenbüros aus Holzwerkstoff mit Glasfronten liegen bei marktüblich ab ca. 500 €/m², Stahl-Glas-Raumzellen bei 650–1.100 €/m² und werksvorgefertigte Raummodule bei 800–1.400 €/m². Kleinere freistehende Office-Pods bis ca. 10 m² werden meist als Stückpreis kalkuliert.

Raum-in-Raum-System oder Systemtrennwand – was ist der Unterschied?

Eine Systemtrennwand ist ein modulares Wandsystem, das an Bestandswände und -decke anschließt und für die dauerhafte Zonierung größerer Flächen gedacht ist. Ein Raum-in-Raum-System steht dagegen freistehend im Raum, benötigt keinen Deckenanschluss und lässt sich vollständig rückbauen.

Braucht ein Raum-in-Raum-System eine Baugenehmigung?

In der Regel nicht, solange die Zelle nicht tragend ist, keinen eigenen Brandabschnitt bildet und Fluchtwege nicht einschränkt. Bei größeren oder mehrgeschossigen Konstruktionen empfiehlt sich eine frühzeitige Abstimmung mit der Bauaufsicht.

Wie schnell lässt sich ein Raum-in-Raum-System montieren?

Werksvorgefertigte Raummodule sind oft innerhalb weniger Tage vor Ort montiert, klassische modulare Holz-Glas-Konstruktionen benötigen je nach Größe 1–3 Wochen.

Raum-in-Raum-System oder Office-Pod – wann welches?

Ein Office-Pod ist die kleinste, werksgefertigte Variante eines Raum-in-Raum-Systems für 1–6 Personen und eignet sich für Fokusarbeit oder vertrauliche Calls. Für größere Einheiten – etwa ein komplettes Meisterbüro oder einen Schulungsraum in einer Halle – ist ein modulares Raum-in-Raum-System die passendere Bauform.

Wie viel Schalldämmung braucht eine Telefonkabine im Großraumbüro?

Maßgeblich ist die Differenz zum Grundgeräuschpegel des Raums, nicht ein absoluter Wert. Bei üblichen 35 bis 45 dB(A) im Großraum reicht für vertrauliche Telefonate in der Regel eine deutlich hörbare Absenkung; entscheidend ist, dass Lüftung, Tür und Durchführungen den Wert nicht wieder aufheben.

Kann ein Raum-in-Raum-System später versetzt werden?

Bei verschraubten, rückbaubaren Systemen ja; bei verklebten Aufbauten in der Regel nicht ohne Substanzverlust. Wenn Versetzbarkeit ein Ziel ist, gehört sie in die Ausschreibung, weil sie die Konstruktion bestimmt und nicht nachträglich hergestellt werden kann.

Was ist ein Raum-in-Raum-System?

Ein Raum-in-Raum-System ist eine eigenständige, frei im Raum stehende Einheit mit eigenen Wänden, eigener Decke, Tür, Lüftung und Elektrik. Sie wird in Modulbauweise vor Ort aufgebaut und lässt sich später versetzen oder rückstandsfrei entfernen, ohne die umgebende Fläche baulich zu verändern.

Wie viel Schallschutz bieten Raum-in-Raum-Systeme?

Weniger als eine raumhohe Systemtrennwand mit Anschluss an Rohdecke und Estrich. Bauartbedingt begrenzen die umlaufende Fuge, die Türdichtung und die Lüftungsöffnung die Wirkung. Aussagekräftig ist nur ein Kennwert für die komplette Einheit, etwa die Sprachpegelminderung nach ISO 23351-1, nicht das Schalldämm-Maß einer einzelnen Wandplatte.

Braucht ein Raum-in-Raum-System eine Baugenehmigung?

Das richtet sich nach der Landesbauordnung und nach der Einordnung der Einheit als Einrichtung oder als Bauteil. Die Beurteilung gehört zum Fachplaner. Unabhängig davon ist mit dem Brandschutzkonzept des Gebäudes abzustimmen, ob der geschlossene Korpus die Wirkfläche von Sprinklern und Rauchmeldern beeinträchtigt.

Wie viel Luftwechsel braucht ein Raum-in-Raum-System?

Je kleiner das Volumen, desto mehr. In einer Ein-Personen-Box mit rund 3,2 Kubikmetern führt ein Luftwechsel von 15 pro Stunde überschlägig auf einen CO₂-Wert um 980 ppm, bei drei Luftwechseln liegt er rechnerisch bei etwa 2.500 ppm. Lassen Sie sich den Luftwechsel als Zahl nennen.

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