01
Systemtrennwand
Modulare Wandelemente im Raster, raumabschließend, demontierbar und wiederverwendbar.
Eine Trennwand Werkstatt muss anderes leisten als eine Bürotrennwand. Sie trennt Arbeitsbereiche mit Staub, Lärm, Funkenflug oder Temperaturunterschieden, sie muss Staplerverkehr und Anfahrschutz vertragen, und sie soll versetzbar bleiben, wenn sich die Fertigung ändert. Als Objekteinrichter planen, liefern und montieren wir Hallentrennwände und Werkstatttrennwände für Industrie und Gewerbe bundesweit. Diese Seite zeigt Ihnen die fünf gängigen Bauarten moderner Raumsysteme, ihre Grenzen und die Fragen, die Sie vor der Ausschreibung klären sollten.

01
Modulare Wandelemente im Raster, raumabschließend, demontierbar und wiederverwendbar.
02
Freistehend auf Füßen, ohne Deckenanschluss, in Stunden versetzbar.
03
Drahtgitter in Stahlrahmen, demontierbar, einsehbar und gesichert.
04
Technisches Gewebe, klapp-, falt-, schiebbar, bis Hallenhöhe.
05
Systemelemente mit Absorberinnenseite, Schallschutz an der Quelle.
06
Aufmaß vor Ort, Ausführungsplanung, Lieferung und Montage bundesweit.
Kapitel 01
Der Begriff Trennwand Werkstatt deckt sehr unterschiedliche Konstruktionen ab. Wer die Bauarten nicht trennt, vergleicht in der Ausschreibung Angebote, die nicht vergleichbar sind. Diese fünf Bauarten sind in der Industrie gebräuchlich:
Die Übersicht ordnet sie nach den Eigenschaften, die in der Halle tatsächlich entscheiden: Bauhöhe, Deckenanschluss, Eignung für Schallschutz und Versetzbarkeit. Eine geschlossene Systemtrennwand mit Deckenkopplung trennt Bereiche vollständig — sie ist die Voraussetzung dafür, dass Schallschutz, Staubtrennung oder eine thermische Abtrennung überhaupt wirken. Eine freistehende Stellwand ohne Deckenanschluss gliedert Flächen dagegen nur optisch und lässt sich dafür in Stunden versetzen und einfach an neue Abläufe anpassen. Zwischen diesen beiden Polen liegen alle weiteren Bauarten. Moderne modulare Raumsysteme bieten für jede dieser Anforderungen ein passendes Bauteil; entscheidend ist, dass Sie die Anforderung vor der Bauart festlegen und nicht umgekehrt.

Kapitel 02
Die Systemtrennwand ist die klassische Abtrennung in Industriehallen: modulare Wandelemente in einem Baukastensystem aus Stahl- oder Aluminiumprofilen, das nach einem festen Rastermaß aufgebaut wird. Die Wand wird oben an die Hallendecke oder an die Dachkonstruktion angeschlossen — diese Deckenkopplung ist der Unterschied, der aus einer Raumgliederung eine echte Abtrennung macht. Erst mit dem Deckenanschluss entsteht ein raumabschließendes Bauteil, an dem Schalldämmung, Staubtrennung und Temperaturhaltung überhaupt messbar werden. Die Elemente lassen sich in Vollausführung, mit verglastem Oberteil oder vollständig geschlossen kombinieren, sodass Sie die Wand an die Belichtung und die Sichtbeziehungen der Halle anpassen können. Türen, Schiebetüren und Durchfahrtsportale werden im selben Raster integriert; auch nachträglich eingesetzte Türen bleiben dadurch einfach umzusetzen. Weil die Konstruktion modular und demontierbar ist, bleibt die Wand versetzbar: Wandelemente können ausgebaut, an anderer Stelle wieder eingesetzt und um zusätzliche Bauteile erweitert werden. Das Ergebnis ist ein stabiles, dauerhaft belastbares Bauteil, das sich trotzdem an neue Produktionsabläufe anpassen lässt. Genau das unterscheidet die Systemtrennwand von einer gemauerten oder in Trockenbau erstellten Wand, die bei jeder Umstrukturierung abgebrochen werden muss.


Kapitel 03
Stellwände stehen auf eigenen Füßen und werden weder mit der Decke noch zwingend mit einer Wand verbunden. Sie sind die einfachste und schnellste Lösung, wenn Bereiche nur abgegrenzt, nicht getrennt werden sollen: Sichtschutz an einer Montagelinie, Abgrenzung einer Kommissionierzone, temporäre Gliederung während eines Umbaus. Weil der Deckenanschluss fehlt, wandert Schall über die offene Zone hinweg — eine Stellwand ist deshalb kein Schallschutzbauteil, auch wenn ihre Oberfläche akustisch wirksam ausgeführt ist. Sie dämpft die Reflexion in der Fläche, sie hält den Schall aber nicht zurück. Für temporäre oder häufig wechselnde Raumstrukturen ist genau diese Beweglichkeit der Vorteil: Stellwände lassen sich ohne Werkzeug umsetzen, flexible Zonen damit in Minuten schaffen und bei Bedarf auf Rollen ausführen. In der Industrie werden sie häufig mit geschlossenen Bauarten kombiniert — die feste Wand trennt, die Stellwand gliedert den Bereich dahinter.

Kapitel 04
Gittertrennwände aus verzinkten Drahtgitterelementen in Stahlrahmen trennen Bereiche, die einsehbar bleiben und trotzdem gesichert sein sollen: Werkzeuglager, Gefahrstoffbereiche, abgeschlossene Kommissionierzonen. Sie sind einfach und schnell montiert, mechanisch stabiles Material, unempfindlich gegen Anfahrschäden, und die Sprinklerwirkung bleibt durch die offene Struktur in der Regel erhalten — ein Punkt, der bei geschlossenen Bauarten mit dem Brandschutzkonzept abzustimmen ist. Gitterelemente bieten außerdem den Vorteil, dass Türen und Schiebetüren im selben System verfügbar sind. Was eine Gittertrennwand nicht leistet: Sie hält weder Schall noch Staub noch Temperatur zurück und bietet keinen Sichtschutz. Wer beides braucht, kombiniert Gitterelemente im unteren Bereich mit geschlossenen Paneelen oder wählt eine andere Bauart.

Kapitel 05
Textile Hallentrennwände aus technischen Geweben sind eine Leichtbaukonstruktion für Fälle, in denen eine massive Wand statisch oder wirtschaftlich nicht darstellbar ist: sehr große Spannweiten, kritische Dachlasten, Abtrennungen über die volle Hallenhöhe. Sie lassen sich ein- oder doppelwandig ausführen, klappbar, faltbar, schiebbar oder mit motorischer Auf- und Absenkung, und Durchdringungen für Kabel, Rohre oder Förderbänder sind einfach zu integrieren. Diese flexible Bauweise bietet sich besonders dort an, wo die Abtrennung nur zeitweise stehen soll. Ein häufiger Anwendungsfall ist die thermische Abtrennung: Wird ein nicht beheizter Hallenteil vom beheizten Bereich abgeschottet, sinkt die zu beheizende Fläche. Beim Brandverhalten ist die Baustoffklasse zu prüfen — technische Gewebe für den Einsatz in der Industrie werden üblicherweise mindestens schwerentflammbar nach DIN 4102 ausgeführt. Lassen Sie sich den Verwendbarkeitsnachweis vorlegen, statt sich auf eine Produktbezeichnung zu verlassen.
Kapitel 06
Wenn nicht ein Bereich, sondern eine einzelne Lärmquelle abgetrennt werden soll, ist die Maschineneinhausung die wirksamere Bauart. Sie umschließt die Anlage aus denselben Systemelementen wie eine Systemtrennwand, meist mit perforierten Absorberflächen auf der Innenseite, Sichtfenstern aus Verbundglas und Wartungstüren. Der Vorteil liegt in der Physik: Schall wird an der Quelle zurückgehalten, nicht auf dem Weg durch die Halle. Eine Einhausung um eine laute Anlage erreicht damit in der Regel mehr als eine Trennwand quer durch die Halle — und sie kostet weniger Fläche. Zu klären sind drei Punkte:
Weil die Einhausung aus demselben Baukasten wie die übrigen Raumsysteme stammt, lässt sie sich später erweitern oder an eine andere Anlage anpassen.

Kapitel 07
Die folgende Tabelle fasst zusammen, welche Bauart welche Anforderung tragen kann. Sie ersetzt keine Planung, aber sie verhindert die häufigste Fehlentscheidung: eine Bauart zu wählen, die die geforderte Eigenschaft konstruktionsbedingt gar nicht leisten kann. Moderne Systeme bieten für jede Zeile eine Ausführung — die Frage ist nicht, was möglich ist, sondern was Ihre Halle tatsächlich verlangt.
| Bauart | Deckenanschluss | Schallschutz möglich | Versetzbarkeit | typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Systemtrennwand (modulare Wandelemente im Raster) | ja, raumabschließend | ja | demontierbar und wiederverwendbar | dauerhafte Bereichstrennung, Schall- und Staubtrennung |
| Stellwand (freistehend auf Füßen) | nein | nein, nur Absorption in der Fläche | in Stunden versetzbar | Sichtschutz, temporäre Zonen |
| Gittertrennwand (Drahtgitter in Stahlrahmen) | wahlweise | nein | demontierbar | gesicherte Lager, Gefahrstoffbereiche |
| Textile Hallentrennwand (technisches Gewebe) | ja, bis Hallenhöhe | eingeschränkt | klapp-, falt-, schiebbar | große Spannweiten, thermische Abtrennung |
| Maschineneinhausung (Systemelemente mit Absorberinnenseite) | umschließend | ja, an der Quelle | demontierbar | einzelne Lärmquelle |
Kapitel 08
Die meisten Nachträge bei Hallentrennwänden entstehen nicht am Wandaufbau, sondern an den Randbedingungen. Die zweite Tabelle listet die Punkte, die vor der Angebotsanfrage geklärt sein sollten. Drei davon werden besonders häufig übersehen:
Die Anforderungen an Verkehrswege ergeben sich aus der Arbeitsstättenverordnung und den zugehörigen Technischen Regeln; wir haben sie in einem eigenen Beitrag aufbereitet. Klären Sie außerdem früh, ob Türen in Fluchtrichtung aufschlagen müssen — das lässt sich in der Planung einfach berücksichtigen und nachträglich nur mit Aufwand ändern.
| Punkt | Was zu klären ist | Warum es den Preis oder die Wirkung bestimmt |
|---|---|---|
| Bauhöhe | Teilhöhe oder bis Decke bzw. Dach | entscheidet über Bauart und über die Wirkung |
| Deckensituation | Massivdecke, Trapezblech oder Fachwerkbinder | bestimmt die Ausführung des Kopfanschlusses |
| Bodenverlauf | Gefälle, Unebenheiten, vorhandene Fugen | bestimmt Ausgleichselemente und Sockelhöhe |
| Öffnungen | Zahl und Art von Türen, Toren, Durchfahrten | nach der Wandlänge der größte Kostentreiber |
| Verkehrs- und Fluchtwege | vorhandene Wege, Breiten, Lage der Fluchtwegtüren | Anforderungen aus der Arbeitsstättenverordnung |
| Brandschutz | Baustoffklasse, geforderte Feuerwiderstandsdauer, Sprinkler | Abstimmung mit dem Brandschutzkonzept |
| Medien | Kabel, Rohre, Absaugung, Fördertechnik | Durchdringungen müssen vorab geplant werden |
| Montagefenster | laufender Betrieb oder Betriebsruhe | bestimmt Ablauf und Montagedauer |

Den bauordnungsrechtlichen Rahmen für Bauteile in Gebäuden setzt die Musterbauordnung der Bauministerkonferenz.
Kapitel 09
Häufig ist nicht eine Trennwand gesucht, sondern ein Raum in der Halle: ein Meisterbüro an der Fertigungslinie, ein Lagerbüro an der Warenannahme, ein Messraum mit definierten Bedingungen. Technisch sind das Raum-in-Raum-Systeme aus denselben Bauteilen, aber mit vier Wänden, eigener Decke und eigener Elektroinstallation. Die Auswahlkriterien unterscheiden sich deutlich — Statik der Dachkonstruktion, Beleuchtung, Lüftung und der Zugang von der Halle her kommen hinzu. Auch hier gilt: Moderne Raumsysteme sind modular, sodass sich der Raum später erweitern, versetzen oder an eine veränderte Fertigung anpassen lässt. Wenn Sie einen abgeschlossenen Raum brauchen und nicht nur eine Trennung, ist der Beitrag zu Hallenbüro und Meisterbüro der passende Einstieg.

Kapitel 10
Wir planen Hallentrennwände und Werkstatttrennwände als Komplettleistung: Aufmaß vor Ort, Auswahl der Bauart anhand Ihrer Anforderungen, Ausführungsplanung mit Anschlussdetails an Boden, Decke und Bestandswände, Lieferung und Montage. Der Aufwand entscheidet sich meist an drei Punkten: der Länge der Wand, der Zahl der Tür- und Toröffnungen und der Frage, ob im laufenden Betrieb montiert wird. Eine Montage in der Betriebsruhe ist schneller und störungsfreier; wo das nicht möglich ist, planen wir abschnittsweise. Für Büroflächen im selben Gebäude bieten wir dieselbe Leistung mit den passenden Systemen an — die Übergänge zwischen Halle und Verwaltung lassen sich so aus einer Hand und mit einheitlichen Details lösen. Schildern Sie uns Ihre Halle und Ihre individuelle Anforderung — Sie erhalten eine Einschätzung der geeigneten Bauart und ein Angebot auf Grundlage eines Aufmaßes, nicht auf Grundlage einer Schätzung.
Branchenübergreifend bewährt – jede Konfiguration auf den jeweiligen Einsatz ausgelegt.
Modulare Wandsysteme, demontierbar und versetzbar.
Preise pro m², Kostentreiber und Rechenbeispiele.
Absorber und Einhausungen gegen Lärm an der Quelle.
Bewegliche Systeme für wechselnde Raumstrukturen.
Der abgeschlossene Raum in der Halle.
Der Preis hängt vor allem von der Bauart ab. Eine freistehende Stellwand ist die günstigste Lösung, eine geschlossene Systemtrennwand mit Deckenkopplung, Türelementen und Schallschutzanforderung liegt deutlich darüber. Weil Bauhöhe, Deckenanschluss, Zahl der Öffnungen und Bodenverlauf den Aufwand bestimmen, geben wir Preise erst nach einem Aufmaß an. Pauschale Quadratmeterpreise führen bei Hallentrennwänden regelmäßig in die Irre.
Die Hallentrennwand wird oben an die Decke oder Dachkonstruktion angeschlossen und trennt Bereiche raumabschließend. Die Stellwand steht frei auf eigenen Füßen ohne Deckenanschluss und gliedert die Fläche nur. Der Unterschied ist entscheidend, sobald Schallschutz, Staubtrennung oder eine thermische Abtrennung gefordert ist: Ohne Deckenanschluss wandert Schall über die Wand hinweg.
Bei modularen Systemtrennwänden ja. Die Wandelemente sind demontierbar und wiederverwendbar, sodass die Wand bei einer Umstrukturierung ausgebaut und an anderer Stelle neu aufgebaut werden kann. Voraussetzung ist, dass beim Erstaufbau ein einheitliches Rastermaß eingehalten und die Anschlussdetails entsprechend geplant wurden. Gemauerte oder in Trockenbau erstellte Wände lassen sich dagegen nur abbrechen.
Nur eine geschlossene Bauart mit Deckenanschluss und dicht ausgeführten Anschlüssen an Boden und Seitenwänden. Entscheidend sind nicht die Wandelemente allein, sondern die Fugen: Ein durchgehender Spalt am Boden oder eine offene Trapezblechsicke oben hebt die Wirkung des Aufbaus weitgehend auf. Bei einer einzelnen lauten Anlage ist eine Maschineneinhausung meist wirksamer als eine Trennwand quer durch die Halle.
Das hängt vom Brandschutzkonzept des Gebäudes ab, nicht von der Trennwand allein. Zu klären sind das Brandverhalten der verwendeten Baustoffe, eine eventuell geforderte Feuerwiderstandsdauer des Bauteils und die Wirkung auf die vorhandene Sprinkleranlage — eine geschlossene Wand kann die Sprinklerwirkung im abgetrennten Bereich verändern. Lassen Sie sich für jedes Bauteil den Verwendbarkeitsnachweis vorlegen und stimmen Sie die Ausführung mit dem Brandschutzkonzept ab.
Nur so weit, dass die erforderlichen Breiten für Verkehrs- und Fluchtwege erhalten bleiben. Die Anforderungen ergeben sich aus der Arbeitsstättenverordnung und den zugehörigen Technischen Regeln für Arbeitsstätten. Praktisch heißt das: Vor der Planung ist festzuhalten, welche Wege durch den Bereich führen, welcher Verkehr dort stattfindet und wo Fluchtwegtüren liegen. Eine Trennwand, die eine Fluchtwegtür zustellt, ist auch dann unzulässig, wenn sie nur temporär steht.